Skripte in der Zauberkunst

am Dez 3, 2018 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Viele Anfänger dürfen sich von Profis immer dasselbe anhören: „Die Präsentation ist wichtiger als die Tricktechnik“. Natürlich ist eine gute Tricktechnik sehr wichtig, aber tatsächlich ist eine gute Präsentation in einem Kunststück unerlässlich. Denn ohne diese kann eine Routine zwar täuschend sein, ist dabei aber wahrscheinlich wenig unterhaltsam. Der Kern jeder Präsentation ist natürlich der Text, den man verwendet – also das, was man während der Vorführung des Zaubertricks so alles sagt. Der gesprochene Text füllt das Kunststück mit Inhalt und Bedeutung. Viele Profis benutzen dabei ein festes Skript für Ihre Kunststücke, andere variieren Ihre Präsentation spontan je nach Publikum und Situation. Hierbei gibt es keine richtige Herangehensweise, wir stellen lediglich drei verschiedene gegenüber und zeigen die jeweiligen Vor- und Nachteile auf.   Improvisation – Zaubern ohne Skript   Das ist die wohl anspruchsvollste Variante. Ohne jegliches Skript zu zaubern birgt natürlich die Gefahr, dass dem Zauberkünstler in mancher Situation buchstäblich die Worte fehlen – das wirkt dann unprofessionell und nimmt dem Kunststück die Wirkung. Bei richtiger Ausführung wirkt die Präsentation dann aber sehr natürlich und erlaubt die maximale Flexibilität, sich an jede Situation anzupassen. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist jedoch eine Menge lyrisches Talent und auch Erfahrung nötig. Anfänger sollten sich auf jeden Fall zumindest in den Grundzügen überlegen, um was es in ihrer Präsentation geht.   Zaubern mit Skript   Mit einem festen Skript zu zaubern kann große Theatralik hervorrufen und verhindert zudem, dass das Kunststück ins Stottern kommt. Außerdem verleiht ein Skript dem Zauberkünstler mehr Sicherheit und er kann sich mehr auf die Tricktechnik konzentrieren. Die Gefahr eines vorgeschriebenen Textes: Bei schlechter Anwendung kann die Präsentation schnell unnatürlich und „runtergeleiert“ wirken. Ein gutes Skript sollte immer so wirken, als wäre vieles davon spontan. Bei Stand Up Comedians sind auch immer die Witze am wirkungsvollsten, von denen man denkt, dass sie spontan während der Performance entstanden sind.   Die gute Mischung – Das „Stichpunkt-Skript“   Die meisten Zauberkünstler, besonders Hobbyisten und Amateure arbeiten wohl mit einer Mischung aus Skript und Improvisation. Zu wissen, was man sagen will und trotzdem spontan die passenden Worte spontan während der Vorführung zu finden, ist in vielen Situationen die beste Lösung. Eine Möglichkeit besteht darin, sich Stichpunkte zu den einzelnen Phasen eines Kunststücks niederzuschreiben. Während der Performance kann man sich dann auf diese als Gedankenstütze verlassen und sie spontan ausformulieren. Das wirkt sehr natürlich und trotzdem ist man textsicher.   Abschließende Bemerkungen   Wie bereits erwähnt gibt es beim Erstellen einer guten Präsentation für ein Kunststück keine absolute Lösung. Jeder muss diejenige Variante finden, die am besten zum eigenen Charakter und zu den eigenen Stärken und Schwächen passt. Für Anfänger wird reines Improvisieren wohl nicht geeignet sein, genauso wenig ist ein starres Skript für den Profi immer die richtige Wahl. Auch kann nicht für jedes Kunststück dasselbe Schema angewendet werden. Bei Close Up ist es beispielsweise viel wichtiger als auf der Bühne, Raum für Improvisation und Dialoge mit dem Publikum zu lassen, da die Zuschauer viel stärker eingebunden werden. „Trial and Error“ ist wie immer auch beim Skripten...

Der älteste Zaubertrick der Welt

am Dez 1, 2018 in Wissenswertes

Der Schriftsteller Alkiphron aus Athen berichtete bereits im 2. Jahrhundert nach Christus von einem Kunststück, das ihn „fast sprachlos“ machte. Er schilderte, dass ein Mann drei kleine Gefäße auf einem dreibeinigen Tisch platzierte und anschließend weiße Kieselsteine unter die Gefäße legte. Alkiphron erzählte: „Er legte einen Stein nach dem anderen unter die Gefäße und dann schaffte er es, dass alle zusammen unter dem gleichen Becher zum Vorschein kamen. Ich weiß nicht, wie er das gemacht hat. Ein anderes Mal ließ er die Steine unter den Gefäßen verschwinden um sie anschließend aus seinem Mund wieder hervorzuholen.“ Alkiphron gelang es nicht, hinter das Geheimnis zu kommen. Von der Fingerfertigkeit des Zauberkünstlers verunsichert würde er diesen nur ungern in seinem Haus haben, er schrieb: „Alles würde er mir stehlen und mein Haus völlig ausplündern“. Allerdings gehörte diese geschickte Manipulation schon damals zum Standardrepertoire eines Magiers. Das Becherspiel bzw. Hütchenspiel dürfte somit wohl eines der ältesten Zauberkunststücke der Welt sein – wenn nicht sogar das Älteste! Möglicherweise kannte man das Becherspiel schon im Jahre 2200 vor Christus. In einem ägyptischen Grab in Beni Hasan gibt es eine Wandmalerei die über 4000 Jahre alt ist und auf der zwei Figuren mit umgedrehten Bechern dargestellt sind. Laut Aussagen von verschiedenen Historikern handelt es sich hierbei um eben diesen Zaubertrick – das Becherspiel. Dieser Trick ist auch heute noch eine Standardnummer eines jeden professionellen Zauberkünstlers, obwohl sein Geheimnis in nahezu jedem Kinderzauberkasten enthüllt wird. An diesem Beispiel sieht man recht gut, dass es nicht auf das Trickgeheimnis sondern auf die Präsentation ankommt. Selbst ein uralter Trick dessen Geheimnis vielen Menschen bekannt ist, kann für eine Menge Verwunderung sorgen. Übrigens: Das Becherspiel hat sogar königliche Anhänger! 1978 führte Prinz Charles das Becherspiel im Magic Circle in Großbritannien...

Vier süße Zauberhasen :-)

am Nov 8, 2018 in Aktuell

Das „Drehbuch zum Trick“ ist wieder da!

am Sep 27, 2018 in Aktuell

Trickgeheimnisse zu kennen und Techniken zu beherrschen ist das eine – aber um ein guter Zauberkünstler zu sein muss man den Trick auch richtig präsentieren können. Hierzu gehört der passende Vortrag genau so wie die gekonnte Hinführung zum Höhepunkt der Tricks. Die zu einem „Kauftrick“ mitgelieferte Routine reicht oftmals nicht aus um für jede Situation das Optimum zu erreichen. Schließlich muss die Vorführung authentisch sein und dazu gehört ein Vortrag der zur eigenen Person und zur jeweiligen Situation passt. Leider wird dieses Thema sehr häufig vernachlässigt – das Potential der Zaubershow kann dabei sehr schnell auf der Strecke bleiben und hinterher ist die Verwunderung groß, warum die selben Tricks mit denen andere Künstler ganze Hallen voller Zuschauer begeistern, bei der eigenen Show nicht gezündet haben. Das deutschsprachige „Drehbuch zum Trick“ von Ingo Brehm und Albin Zinnecker befasst sich mit genau dieser Problematik und liefert dabei umfassende Abhilfe. Wer dieses Buch verinnerlicht hat, der sollte mit der Skriptentwicklung und mit der Zusammenstellung des passenden Vortrages keine Probleme mehr haben. Wie Ingo Brehm und Albin Zinnecker zeigen, ist alles erlernbar und meist nur eine Frage der richtigen Herangehensweise. Die erste Auflage vom „Drehbuch zum Trick“ erschien im April 2010 und war zum Leidwesen vieler Zauberkünstler binnen kurzer Zeit vergriffen. Nun ist das Buch endlich in einer Neuauflage erschienen und somit wieder erhältlich. Bei SteMaro-Magic sind die ersten Exemplare sogar handsigniert von den Autoren. Wer bei der ersten Auflage leer ausgegangen ist der kann nun die Gelegenheit nutzen und sich sein eigenes Exemplar vom „Drehbuch zum Trick“ sichern (… es lohnt...

Lohnt es sich, Zauberartikel im Ausland zu bestellen?

am Aug 24, 2018 in Wissenswertes

Die Frage ob es rentabel ist, Zauberartikel im Ausland zu bestellen kann kurz und knapp beantwortet werden: Nein – in der Regel rechnet sich das für den Endverbraucher nicht. Zwar scheint der Devisenkurs vor allem beim US-Dollar auf den ersten Blick verlockend, jedoch muss berücksichtigt werden, dass bei Bestellungen im Ausland noch zusätzliche Kosten anfallen, wie zum Beispiel: Einfuhrumsatzsteuer… Die Ware muss also regulär versteuert werden, wobei der Käufer rechtlich für die korrekte Abwicklung verantwortlich ist. Dabei fallen zur Zeit 19% Steuer auf den Warenwert an. Bei Büchern sind es nur 7% Einfuhrumsatzsteuer. Zölle… Die Ware muss ordnungsgemäß verzollt werden, das kostet i.d.R. je nach Art der Ware zwischen 1,5 und 4 Prozent vom Warenwert. Auslandseinsatzentgelt… sofern per Kreditkarte oder per Banküberweisung bezahlt wird kommen also seitens der Bank noch Auslandseinsatzgebühren dazu, diese betragen i.d.R. zwischen 2 und 5 Prozent vom Zahlbetrag. Portokosten… diese sind entsprechend auch viel höher als bei einer Bestellung aus dem Inland… gerade bei Spielkarten, da diese sehr schwer sind. Wenn nun all diese Kosten dazu gerechnet werden, wird eine Bestellung im Ausland i.d.R. überproportional teuer und der Aufwand der durch den Import anfällt ist auch nicht zu verachten. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass die Lieferung aus dem Ausland vom deutschen Zoll angehalten und kontrolliert wird. Im Normalfall bekommt man dann per Post einen Hinweis, dass man das Paket persönlich beim zuständigen Zollamt abholen soll und dort eine Zollinhaltserklärung abgeben muss. Meist befinden sich die Zollämter nicht direkt vor Ort und man muss sich dann auch noch an die knappen Öffnungszeiten halten… ein paar Stunden sind da gleich investiert. Und wenn man dies nich innerhalb von einer guten Woche schafft, geht die Sendung wieder zurück an den Absender. Zusätzlich ist noch zu beachten, dass die Lieferzeiten erheblich länger sind als bei einer innerdeutschen Bestellung. Und nun das allerwichtigste: bei Direktbestellungen im Ausland kauft man nicht mehr nach dem im Inland geltenden Recht, sondern nach internationalem Recht bzw. nach dem Recht des jeweiligen Landes… dies kann bei Transportschäden, bei Reklamationen, bei Sachmangelfragen oder bei verloren gegangenen Sendungen erhebliche Probleme mit sich bringen. Wer hingegen im Inland bestellt, erspart sich die Gebühren und die damit verbundenen Umstände sowie die lange Lieferzeit. Außerdem handelt man dann nach dem im Inland geltenden Recht und hat somit keinerlei Risiko beim Kauf. Gleichzeitig sind die Portokosten niedriger und man hat für die Zukunft einen zuverlässigen Ansprechpartner in der...

Anwendung eines Daumenschreibers bzw. Boonwriters

am Aug 23, 2018 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Daumenschreiber und Boonwriter sind sog. „Swamis“… in der Zauberpraxis werden diese in erster Linie im Bereich der Mentalmagie angewendet. Dabei geht es i.d.R. darum, eine Nachricht oder eine Vorhersage so auf einen Zettel zu schreiben, dass der Zuschauer es weder sieht noch irgendwie bemerkt. Ein „Swmai“ macht das möglich, denn dieser ist vereinfacht gesagt ein „Schreiber“, der am Finger befestigt wird. Entscheidend für den Erfolg ist bei der Anwendung eines Swamis immer die Art und Weise der Anwendung. Als einfaches Beispiel kann man sich zunächst folgenden Grundeffekt vorstellen: Sie geben Ihrem Zuschauer einen Zettel und einen Stift. Sie selbst haben auch einen Zettel und einen Stift in der Hand. Sie fordern den Zuschauer auf, eine beliebige Zahl verdeckt auf den Zettel zu schreiben. Gleichzeitig deuten Sie an, ebenfalls eine Zahl auf den Zettel zu zeichnen. Dann legen Sie und auch der Zuschauer den Stift beiseite. Der Zuschauer darf den Zettel zuerst umdrehen, gleichzeitig kommt der Swami zum Einsatz… Wenn Sie Ihren Zettel umdrehen, steht dort genau die gleiche Zahl wie auf dem Zettel des Zuschauers – eine wundersame Übereinstimmung! So zunächst die trockene Theorie… denn dieser Grundeffekt wird zwar in der Zauberpraxis immer wieder mit großem Erfolg vorgeführt, allerdings nicht so trocken wie oben beschrieben. Würde man den Effekt genau so vorführen wie eben beschrieben, so würde man dabei schnell in die Gefahr kommen, das Publikum zu Tode zu langweilen. Deshalb ist es wichtig, diesen Grundeffekt mit Atmosphäre, eine Vortrag und eventuell mit Reizen wie Feuer, Rauch oder Licht anzureichern. Wichtig ist nur, dass die gesamte Präsentation zur eigenen Person passt, denn nur so wirkt der Effekt glaubwürdig. Eine umfangreiche Tricksammlung mit vielen Anwendungsbeispielen zum Thema „Daumenschreiber und Boonwriter“ ist z.B. die DVD-Collection „13 Steps to Mentalism“ – hierbei handelt es sich um die Verfilmung der bekannten und längst nicht mehr erhältlichen Bücher von Corinda. Mit diesem Meisterwerk der Mentalmagie kann man sich sehr schnell einen Überblick verschaffen, wass mit einenm Daumenschreiber so alles möglich...

Rising Card Deck ist zu langsam?

am Jul 30, 2018 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Bei ganz neuen Rising Card Decks ergibt sich leider oftmals das Problem, dass die einzelnen Karten nur sehr langsam heraus steigen – zumindest ist das bei denjenigen Kartensteiger-Effekten so, die nach der beliebten Devano-Methode arbeiten (also mit Gegengewicht). Das Problem löst sich allerdings schnell von selbst, sobald die Karten etwas abgegriffen sind. Nach einer durchschnittlichen Übungsphase funktioniert das Rising Card Deck im Regelfall einwandfrei. Der Grund hierfür ist, dass das Gleichgewicht zwischen Karte und Gegengewicht sehr fein ausgewogen ist und so bemessen wurde, dass der Kartensteiger auch nach langer Verwendung noch funktioniert. Daher ergibt sich bei ganz neuen Karten diese kleine Abweichung, das lässt sich leider nicht vermeiden. Allerdings kann man auch kurzfristig Abhilfe verschaffen ohne das Rising Card Deck abzugreifen: wenn man das Gimmick (also den Teil des Kartenspiel in dem sich das Gegengewicht befindet) ganz vorsichtig etwas durchbiegt, so dass die Karten nicht mehr voll aufliegen, geht es auch etwas besser. Die Karte steigt dann schneller auf, da die Reibungsfläche zwischen Karte und Gimmick geringer ist. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Winkel, mit dem das Rising Card Deck platziert wird; je steiler, desto schneller kommt die Karte heraus. Aber hierbei hilft nur „Probieren“. Vom „Karten-Allheilmittel“ namens Kartenpuder ist beim Rising Card Deck dringend abzuraten, denn das Gimmick schiebt die Karte mittels einer Klebeplatte aus dem Spiel. Hierbei ist es ganz wichtig, dass die Klebeplatte guten Kontakt zur Spielkarte hat und dort stark genug haften kann. Wenn nun Kartenpuder an die Klebefläche gelangt, funktioniert das System nicht mehr, da die Klebekraft der Platte nicht mehr ausreicht um die Karte voran zu...

Rubber Cement – was ist das und wofür wird es benötigt?

am Jul 11, 2018 in Wissenswertes

Rubber Cement ist ein Spezialklebstoff auf Basis von Naturkautschuk. Dieser elastische Montagekleber kommt in erster Linie im grafischen Bereich zum Einsatz und wird unter Anderem dazu verwendet, um Papier, Pappe, Karton, Folien und ähnliche Materialien zu verkleben. Eine besondere Eigenschaft von Rubber Cement ist, dass sich die miteinander verklebten Teile nicht verziehen und nicht wellen. Materialien die einseitig mit Rubber Cement bestrichen werden können nach dem Verkleben wieder voneinander gelöst werden. Eine festere Verbindung wird durch beidseitigen Klebstoffauftrag erreicht. Warum nun der Rubber Cement gerade im Bereich der Zauberkunst besonders häufig zum Einsatz kommt bzw. in vielen Effekten gar nicht mehr wegzudenken ist, wird klar, wenn man sich einmal die Anwendungsmöglichkeiten ansieht. Rubber Cement kann in der Zauberkunst z.B. für folgendes eingesetzt werden: Herstellung von Trickumschlägen und Trickkuverts. Der Rubber Cement wird z.B. auf eine geheime Öffnung des Kuverts aufgetragen, die präparierte Fläche bleibt dann klebrig; so kann der Umschlag während der Vorführung befüllt und danach durch einfaches Zusammendrücken wieder verschlossen werden (z.B. bei Card to Envelope). Die frisch verklebte Stelle kann vom Zuschauer dann nicht mehr als geheime Öffnung entlarvt werden, da diese fest verschlossen ist. Herstellung von Trickkarten. Jeder der schon einmal eigene Trickkarten hergestellt hat, kennt das folgende Problem: Man spaltet mehrere Karten und schneidet in mühevoller Kleinarbeit die benötigten Teile zurecht, anschließend werden die Teile dann zu einer Trickkarte zusammen geklebt und… es hält nicht oder die Karte wellt sich und wird krumm. Mit Rubber Cement lässt sich dieses Problem größtenteils umgehen, denn dieser Klebstoff krümmt das Papier kaum und die Klebeverbindung ist sehr elastisch. Rubber Cement wird auch für den Effekt „Nadel durch Arm“ verwendet (hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass Rubber Cement Lösungsmittel enthält, die nicht für die Anwendung auf der Haut gedacht sind.) In der Praxis wird einfach ein ausreichend großer Bereich auf dem Unterarm mit Rubber Cement bestrichen… anschließend kann die Haut an dieser Stelle „zusammengefaltet“ werden wodurch sich in der Haut eine Falte bildet. Sofern alles gut gemacht ist, ist die Falte nahezu unsichtbar – daher sieht der Effekt so realistisch aus, denn an der unsichtbaren Hautfalte kann gefahrlos und völlig schmerzfrei eine Nadel hindurch geschoben werden. Rubber Cement gibt es von verschiedenen Herstellern. In den USA sind die Marken „Ross“ und „Elmers“ sehr verbreitet diese sieht man auch in vielen amerikanischen ZauberDVDs. Früher gab es die Marken „Ross“ und „Elmers“ auch in Europa, jedoch ist der Import zunehmend schwieriger geworden wodurch die Preise zunächst stiegen und letztendlich eben diese Marken fast gänzlich aus Europa verschwanden. Grund hierfür ist die Tatsache, dass Rubber Cement leicht entzündlich ist und daher beim Transport aus den USA nach Deutschland als „Gefahrgut“ deklariert werden muss (zumindest sofern per Luftfracht befördert wird) – das lässt die Versandkosten massiv ansteigen und bereitet in der Zollabwicklung Probleme. Zum Glück ist man nicht auf den importierten Rubber Cement angewiesen, denn in Deutschland gib es die Firma „Marabu“ – diese Firma produziert weltweit den hochwertigsten Rubber Cement nach deutschem Qualitäts-Standard. Der Rubber Cement von Marabu ist unter der Artikelbezeichnung „Fixo Gum“ erhältlich und dieser Spezialklebstoff hat sich im Bereich der Zauberkunst als nahezu ideal herausgestellt. Eine klassische Anwendungsmöglichkeit von Rubber Cement ist der Effekt Extreme Burn von Richard Sanders – hierbei wird der Rubber Cement zum Bau eines speziellen Gimmicks...