30.07

Tücher erscheinen lassen mit der Genie Tuchproduktions-Röhre

Tatsächlich ist es extrem einfach, auf der Bühne eine richtig große Menge an bunten Seidentüchern praktisch aus dem Nichts erscheinen zu lassen. Extra für diesen Zweck gibt es die so genannte “Genie Tuchproduktions-Röhre” – dieses Bühnen-Requisit nimmt Ihnen die ganze Arbeit ab und bietet Ihnen zugleich eine Menge Möglichkeit. Fingerfertigkeit ist hierfür überhaupt nicht nötig, denn die Handhabung ist wirklich extrem einfach.

Genie Tuchproduktions-Röhre

Genie Tuchproduktions-Röhre

Die Vorführung der Genie Tuchproduktions-Röhre lässt sich wie folgt beschreiben:

Zunächst zeigen Sie Ihren Zuschauern eine Röhre aus Holz welche sich aufklappen lässt. Die Zuschauer können dabei ganz deutlich durch die Röhre hindurch und in die Röhre hinein blicken – somit kann jeder anwesende bestätigen, dass diese Holz-Röhre wirklich vollkommen leer ist.

Anschließend klappen Sie die Röhre wieder zu, greifen mit der Hand von oben hinein und ziehen eine ganze Menge kunterbunte Seidentücher heraus. Ein farbiges Tuch nach dem anderen kommt zum Vorschein und flattert langsam auf den Bühnenboden, wo sich schließlich ein regelrechter Tücher-Haufen bildet. Sofort lassen Sie die Zuschauer erneut durch die Röhre hindurch blicken – wenn Sie wollen können Sie diese auch wieder aufklappen um jegliche Skepsis zu beseitigen.

Kaum dass sich alle Beteiligten nochmals davon überzeugt haben, dass die Röhre völlig leer ist, klappen Sie diese wieder zu und ziehen sogleich weitere bunte Tücher in verschiedenen Größen heraus.

30.07

Unterschied zwischen Crystal Treasure Box, Wunderkiste und Wesir-Schatulle

Die Wesir-Schatulle besitzt auf den ersten Blick ganz ähnliche Eigenschaften wie die klassische Wunderkiste und wie die Crystal Treasure Box, tatsächlich jedoch sind die Unterschiede gewaltig! Neben den zunächst klar erkennbaren

Wunderkiste

Wunderkiste

Unterscheidungsmerkmalen – wie Größe und Preis – funktionieren die Kisten nach völlig verschiedenen Trickprinzipien.

Die preiswerte und winzig kleine Wunderkiste aus Holz ist (genau wie auch die Crystal Treasure Box aus Kunststoff) eine sehr einfach aufgebaute Schubladenkiste, bei der eigentlich nur wissen muss, wie man die Schublade zu greifen hat – schon kann man diese heraus ziehen. Wer den geheimen Griff nicht kennt, der kann das Kästchen nicht öffnen.

Wesir-Schatulle

Wesir-Schatulle

Im Gegensatz hierzu besitzt die Wesir-Schatulle eine raffinierte mechanische  Verriegelung – nur richtig Greifen und herum zerren hilft da nichts mehr. Entsprechend kann man die Wesir-Schatulle dem Zuschauer auch erheblich länger zum Untersuchen übergeben, ohne dabei Gefahr zu laufen, dass ein aufmerksamer Zuschauer doch per Zufall hinter das Geheimnis kommt. Die Wesir-Schatulle kann man drücken, ziehen, schütteln, zerren und herumdrehen wie man will – ohne das Geheimnis genau zu kennen, hat man nicht die geringste Chance, die Schublade heraus zu bekommen.

29.07

Das Bold Project von Justin Miller im Detail

Mit Justin Millers Bold Project lernen Sie nicht nur professionelle Zaubertricks und Routinen, sondern unter Anderem auch, wie weit Sie bei Ihrem Publikum gehen können, ohne dabei Ihren persönlichen “Sicherheitsbereich” zu verlassen.

The Bold Project von Justin Miller

The Bold Project von Justin Miller

Dabei stellt Justin Miller klassische Abläufe auf den Kopf, mit Techniken, welche die Gesetze der Physik zu brechen scheinen und verwendet dabei völlig impromptu ganz alltägliche Gegenstände.

Jeder Effekt auf der “Bold Project”-DVD ist genau durchdacht und sorgfältig ausgearbeitet, dabei bietet Ihnen jede einzelne Anleitung mehr als nur bloße Techniken. Wie man die Zuschauer mittels Scripting, Timing, Angles und Psychologie steuert und beeinflusst, wird Ihnen zusammen mit jeder Routine genau erklärt.

Mit “The Bold Project” lernen Sie:

  • Wie Sie Ihre Zaubervorführung perfekt strukturieren können, damit Sie jeder erdenkbaren Situation ideal gewachsen sind.
  • Warum Justin so starke Reaktionen auf seine Zaubertricks erhält – und wie Sie dies auch für sich selbst erreichen können.
  • Wie Sie die ganze Aufmerksamkeit Ihrer Zuschauer darauf lenken, wo Sie sie gerade haben wollen – und was noch viel wichtiger ist – zu wissen, wo Sie sie NICHT haben wollen.
  • Warum Sie keine Vorführungen vor Hobby-Zauberkünstlern machen sollten, und falls Sie es doch tun, wie Sie ggf. deren böse Pläne durchkreuzen.
  • Wie Sie volle Kontrolle über Ihre Zuschauer bekommen, wenn Sie diese ganz in Ihre Vorführung integrieren.
  • Die beiläufigen Bewegungen, mit denen Sie die Griffe und Techniken vor den Augen Ihrer Zuschauer verschleiern.
  • Und vieles mehr.

Mit dem “Bold Project” erlernen Sie, das Beste aus sich als Zauberkünstler heraus zu holen – nicht für sich selbst, sondern weil Sie Ihren Zuschauern dies schuldig sind. Das “Bold Project” ist der erste große Schritt, Sie hinaus auf die Straße zu locken, damit Sie dort Ihre Zauberei präsentieren. Seien Sie mutig – wer wagt, der gewinnt!

29.07

Zaubertricks auf humorvolle und kurzweilige Weise erklärt

Dass Trickanleitungen nicht immer trocken und langweilig sein müssen beweist der Zauberkünstler Chris Mayhew. Sein humorvoller Stil ist unverkennbar und all seine Anleintungs-DVDs sind extrem witzig und kurzweilig. Die sonst oftmals übliche trockene Weise um Techniken und Tricks zu erklären ist Chris Mayhew völlig fremd. So hat man beim Betrachten seiner Filme kaum eine Minute in der man nicht mindestens einmal herzlich schmunzeln muss.

Safety von Chris Mayhew

Safety

Schon die erfolgreiche DVD namens “3hree Dee” war damals ein echtes Paradebeispiel für eine kurzweilige Art der Trickanleitung. Diejenigen die Chris Mayhew nicht mochten, kamen allerspätestens mit der DVD “Safety” voll auf ihre Kosten, denn dort ist zu sehen, wie Chris in einer düsteren Gasse als “Dank” für seine schlechte Vorführung eines Close-Up Tricks zuerst ausgeraubt und anschließend brutal verprügelt wird. Auch hieran ist schön zu erkennen, dass Chris Mayhew mit einer großen Portion Selbstironie an seine Projekte heran geht und dass dieser Typ auch über sich selbst lachen kann – eine sehr sympathische Eigenschaft.

A Series of Unfortunate Effects

A Series of Unfortunate Effects

Einen absoluten Höhepunkt in Chris Mayhews Schaffenswerken stellt zweifellos die englischsprachige DVD “A Series of Unfortunate Effects” dar. Hier tritt Chris mit Unterstützung einiger anderer bekannter Magier als Schauspieler in Aktion und liefert einen sehr lustigen Spielfilm mit kurzweiliger Handlung.

Im Laufe des Films werden während der unterhaltsamen Handlung eine Menge Zaubertricks entschlüsselt und man lernt als Zuschauer ganz nebenbei einige tolle Kartentricks.

Wer auf humorvolle, lustige Trickanleitungen und unterhaltsame Zaubervorführungen steht, der sollte sich den Namen “Chris Mayhew” unbedingt merken.

28.07

David Copperfield gratuliert Joshua Messado zu seinem extravaganten Ringspiel

Auch David Copperfield ist ein Fan des Ringspiels von Joshua Messado – er nahm sich sogar die Zeit, um Joshua seine Hochachtung darüber auszudrücken, in welch große Verblüffung und Fassungslosigkeit er die Zuschauer versetzen kann, wenn er die Ringe in der Hand des Zuschauers durchdringen lässt.

Joshua Messados Interaktion mit den Zuschauern ist dabei ein Kernstück der Vorführung. Es ist nicht etwas, das einfach nur so am Ende der Ringspiel-Vorführung angehängt wird. Diese Routine macht den Zuschauer zum Mittelpunkt der Vorführung – angefangen beim Ausstrecken eines Fingers, um die Ringe durch bloße Berührung voneinander zu trennen, bis hin zum Halten eines Rings um diesen durch einen anderen hindurch zu stoßen – und all das findet in den Händen des Zuschauers statt. Die Magie geschieht direkt vor den Augen der Zuschauer.

Diese spezielle Ringspiel-Routine entwickelt sich unter zunehmend unmöglichen Bedingungen. Messados Vorführung arbeitet mit springenden Ringen, die sich mit anderen vereinen, mit Verkettungen, die in der Luft stattfinden und sogar mit Verkettungen, die sich scheinbar über die Schwerkraft hinweg setzen.

Während Joshua Messado Sie auf seiner DVD vollständig an seinen Routinen teilnehmen lässt und jede einzelne Technik ganz detailliert erläutert, ermutigt er Sie gleichzeitig, diejenigen Griffe auszuwählen, die Ihnen gefallen und die Ihrem persönlichen Stil entsprechen. Da alle Techniken völlig modular aufgebaut sind, sind Sie jederzeit in der Lage, Ihre eigenen Routinen zusammen zu stellen.

16.07

Angle Z von Daniel Madison – ein Effekt der schon oftmals im TV vorgeführt wurde

Der bekannte Zauberkünstler David Blaine hat den Kartentrick “Angle Z” – also den Effekt mit einer abgerissenen Kartenecke – für die beiden Promis Jason Sudeikis und Olivia Wilde in dem Special “Wahr oder Magie” des australischen TV-Senders ABC vorgeführt.

Auch andere herausragende Künstler der Magie – von Dan White (“The Supernaturalist” auf Channel Discovery) bis hin zu Calen Morelli (Berater von David Copperfield) – haben Angle Z vorgeführt. Der Zauberkünstler Dynamo zeigte diesen Effekt ebenfalls mit großem Erfolg.

11.07

Visitenkarten eindrucksvoll und mit persönlicher Note überreichen – “The Business” von Romanos macht es möglich

Eine Visitenkarte wird ist ein Hilfsmittel welches sich der Geschäftspartner bzw. der Kunde möglichst lange aufbehalten soll – nur so ist die Wahrscheinlichkeit eines späteren Geschäftskontaktes möglichst hoch. Aus diesem Grund wird oftmals viel Zeit und Mühe in die Gestaltung der Visitenkarte investiert. Es wird das beste Papier und der hochwertigste Druck gewählt und dann? Ja, dann wird die schöne Karte oftmals fast schon beiläufig überreicht.

The Business von Romanos

The Business von Romanos

Der Zauberkünstler Romanos hat sich dieser Thematik angenommen und ein spezielles Visitenkarten-Euti aus Edelstahl entwickelt, mit dessen Hilfe man die Visitenkarten im Zuge eines Zaubertricks aushändigen kann. Wer diese Methode nutzt, der kann sich sicher sein, dass die soeben überreichte Visitenkarte beim Kunden noch lange für Aufmerksamkeit sorgen wird. Dieses Visitenkarten-Etui ist unter dem Namen “The Business” als Komplettset inklusive Anleitungs-DVD erhältlich.

Mit dem speziellen Visitenkarten-Etui ist es möglich, quasi die Gedanken des Zuschauers bzw. des Kunden zu lesen – und das geht so: Der Zuschauer bekommt eine von Ihren Visitenkarten überreicht und wird darum gebeten, auf deren Rückseite einen Gedanken (ein Wort, eine Zahl, eine Zeichnung – völlig egal) zu notieren. Natürlich wenden Sie sich währenddessen ab, so dass Sie definitiv nicht sehen können, was der Zuschauer da zeichnet bzw. an was er da gerade denkt.

Der Zuschauer darf die Visitenkarte danach in das schöne Visitenkarten-Etui aus Edelstahl zurück stecken, so dass niemand mehr zugriff auf diese Karte hat. Jedoch sind Sie bereits jetzt in der Lage, genau zu benennen, an was der Zuschauer denkt. Nach einer kleinen schauspielerischen Show-Einlage legen Sie sich fest und benennen den Gegenstand oder das Wort, welches der Zuschauer zuvor auf der Visitenkarte notiert hat. Als Beweis wird die Visitenkarte nun wieder aus dem Etui entnommen und somit hat der Zuschauer neben Ihren Kontaktdaten auch noch ein schönes Andenken welches sicherlich noch öfter für Gesprächsstoff sorgen wird.

Unter dem Titel “The Business” von Romanos ist das komplette Set erhältlich, bestehend aus dem speziellen Visitenkarten-Etui sowie ein zusätzliches unpräpariertes Etui (beides aus hochglanzpoliertem Edelstahl) und einer englischsprachigen Anleitungs-DVD.

10.07

Der erste Kartentrick nach nur 10 Minuten Übungszeit

Vor den Erfolg hat der liebe Gott den Schweiß gesetzt – so oder so ähnlich lautet ein gängiges Sprichwort. In den meisten Fällen trifft dies auch zu, jedoch würde kaum jemand glauben, dass gerade die Kartenzauberei eine Ausnahme darstellt. Tatsächlich gibt es einige Kartentricks, die zwar erstaunlich aussehen und für den Zuschauer ein unergründbares Mysterium darstellen, die jedoch in der Handhabung extrem einfach sind und kaum Übung erfordern. Tricks dieser Kategorie werden als “Selbstgänger” bezeichnet.

Kartenzauberei für Anfänger

Kartenzauberei für Anfänger

Gerade wenn man im Bereich der Zauberei ein Neuling bzw. ein Anfänger ist, können solche einfachen Effekte einen guten Einstieg bieten. Sinn der Sache ist es, dass man schnell ein Erfolgserlebnis hat und auf diese Weise Lust auf mehr bekommt. Und genau auf dieser Idee baut das umfangreiche deutschsprachige Doppel-DVD-Set namens “Kartenzauberei für Anfänger” auf – schon bereits ca. 10 Minuten nach dem Einlegen der DVD sind Sie in der Lage, Ihren ersten Kartentrick vorzuführen. Vorkenntnisse oder eine besondere Begabung sind hierfür NICHT nötig!

Bei dem oben genannten Kartentrick handelt es sich um eine mysteriöse Übereinstimmung zwischen Ihnen und dem Zuschauer. Hierzu lassen Sie vom Zuschauer eine Spielkarte wählen, während Sie ebenfalls eine Wahl treffen. Obwohl der Zuschauer nicht beeinflusst wurde und er die wirklich völlig freie Wahl hatte, stellt sich heraus, dass er zufällig die gleiche Spielkarte gewählt hat wie Sie. Der Effekt trägt den Titel “Do as I do” und macht wirklich Spaß bei der Vorführung – mit der Doppel-DVD “Kartenzauberei für Anfänger” gehört dieser Effekt schon nach ca. 10 Minuten zu Ihrem Repertoire.

09.04

Die Geschichte der US Playing Card Co

Die US Playing Card Company ist weltweit der größte und zugleich der bekannteste Hersteller von Spielkarten. Wer sich auch nur ein klein wenig mit Zauberei beschäftigt oder sich für hochwertige Spielkarten interessiert, der kommt an diesem Hersteller kaum mehr vorbei. In vielen Kasinos sieht man Karten der Sorte “Bee” und in nahezu jedem amerikanischen Haushalt sowie auch in vielen Filmen sind die bekannten Bicycle-Karten zu finden. Und genau wie diese Karten, so blickt natürlich auch der Hersteller auf eine lange, traditionsreiche Geschichte zurück.

Alles begann im Januar 1867:
A. O. Russell, Robert J. Morgan, James M. Armstrong und John F. Robinson Jr. bildeten eine Partnerschaft und kauften von den Eigentümern des “Cincinnati Enquirer” den Druckereibereich, der sich in der ersten und zweiten Etage in der College Stret 20 in Cincinnati, Ohio befand. Das Unternehmen startete mit dem Firmennamen “Russell, Morgan & Co.”, den beiden Druckern in der Partnerschaft.
In der College Street druckte man Theater- und Zirkusposter, Plakate und Etiketten. Im Jahre 1872 waren die Geschäfte dermaßen angestiegen, dass man größere Räumlichkeiten suchen musste und im November 1872 zog man dann in ein neues, vierstöckiges Gebäude in der Nähe der Race Street in Downtown Cincinnati.

Anfang 1880:
Mr. Russell schlug seinen Partnern vor, in die Herstellung von Spielkarten einzusteigen, ein Industriezweig, der sich im Monopol einiger East Coast Unternehmen befand. Die Partner waren einverstanden und man erweiterte das Gebäude um zwei Etagen, d.h. insgesamt nun ein sechsstöckiges Gebäude. Es wurden eigens für Russell, Morgan & Co. viele neue Maschinen entworfen und gebaut. Das erste Kartenspiel war am 28. Juni 1881 fertig. Ca. 20 Mitarbeiter fertigten ab diesem Zeitpunkt 1600 Packungen pro Tag.

1891:
Aus “Russell, Morgan & Company” wurde “The United States Printing Company” (USPC). Bereits drei Jahre später (1984) hatte sich das Spielkartengeschäft in solch einem Maße entwickelt, dass man es aus der Printing Company ausgliederte. Es entstand “The United States Playing Card Company” (USPCC).
Die United States Playing Card Company verschaffte sich sofortige Vorteile durch den Erwerb anderer namhafter Unternehmen: die Standard Playing Card Co. (Chicago), die Perfection Card Co. (New York) und New York Consolidated Cards (NYCC). Die Vorgeschichte von NYCC geht auf das Jahr 1833 zurück, als Lewis I. Cohen seine Vierfarbendruckpresse für Spielkarten perfektionierte. Die berühmten “Bee” Spielkarten, die heute noch von USPCC vertrieben werden, entstanden bei New York Consolidated in 1892.

Der Joker
Der Joker ist eine amerikanische Erfindung ungefähr aus dem Jahre 1865 mit unterschiedlichem Erscheinungsbild auf den Bicycle Karten. Der erste Joker stellt einen Mann auf einem Hochrad dar, später auf einem normalen Fahrrad. Dann folgte eine Reihe von Spielkarten-Königen auf Fahrrädern. Diese Radfahrer radeln an einem Meilenstein mit der Markierung “808″ vorbei. Entgegen mancher Meinungen hat diese Zahl keine mystische Bedeutung. Sie ist lediglich eine Referenznummer zur Unterscheidung anderer Marken des Unternehmens (wie z. B. “606″).

Die Statue der Freiheit
Auf dem Pik Ass befindet sich ein anderer Code, mit dem das Druckjahr des Decks erkennbar ist. Das Ass-Symbol zeigt innen eine Frau, deren rechte Hand auf einem Schwert und einem Schild ruht, während sie in der linken Hand einen Olivenzweig hält. Das Design wurde inspiriert von der Skulptur “Statue of Freedom” des amerikanischen Bildhauers Thomas Crawford, die auf der Kuppel des Kapitols in Washington, D.C., im Jahre 1865 angebracht wurde.

1900:
Die United States Playing Card Company musste erneut expandieren und zog von Downtown Cinicinnati in eine neu erbaute Fabrik in Nordwood mit einer Gesamtfläche von ca. 55.000 Quadratmeter. Alleine die Produktionsanlage verfügte über ca. 15.000 Quadratmeter an Produktionsfläche.

Der Glockenturm
Ein Neo-Romanischer Glockenturm (4 Stockwerke hoch) wurde 1926 oben auf dem 4-stöckigen Hautgebäude des Unternehmens errichtet. In diesem Turm befand sich ein Glockenspiel mit 12 Glocken, in einer Größe von ca. 20 cm bis hin zu 2 Meter. Dies war das erste Glockenspiel, das für den Rundfunk gebaut wurde. Das Glockengeläute war elektronisch mit der Radiostation WSAI verbunden, die von der United States Playing Card Company von 1922 bis 1930 betrieben wurde und sich auch im USPC Gebäude befand. Das Hauptanliegen des Radiosenders war, das Bridgespiel durch Bridgeunterricht per Radio zu fördern. Damals gab es keine Begrenzung der Reichweite des Radiosenders und die Übertragung von WSAI war so klar und stark, dass sie bis nach Neuseeland reichte. WSAI wurde dann letztendlich in den 1930er Jahren an die Crosley Radio Corporation verkauft.

Der 2. Weltkrieg
Während des 2. Weltkrieges arbeitete das Unternehmen geheim mit der US Regierung zusammen, um spezielle Kartendecks herzustellen, die als Geschenk an die amerikanischen Kriegsgefangenen in deutschen Lagern geschickt wurden. Wenn man diese Karten befeuchtete, lösten sie sich voneinander und offenbarten Kartenausschnitte mit exakten Fluchtwegen. USPCC stellte während des Krieges auch so genannte “Spotter” Karten her, die die charakteristischen Formen von Panzern, Schiffen und Flugzeugen der mächtigeren Länder abbildeten. Das Unternehmen half auch beim Nähen von Fallschirmen für Antipersonen-Splitterbomben.

Das Pik Ass
Das Pik Ass erfüllte einen berühmten Zweck im Vietnamkrieg. Im Februar 1966 schrieben zwei Leutnants der “C”-Kompanie, 2. Bataillon, 35. Regiment, 25. Infanterie-Division an die United States Playing Card Company und baten um Decks, die nichts anderes als das Bicycle Pik Ass enthalten sollten. Die Karten waren bei der psychologischen Kriegsführung nützlich. Der Viet Cong war sehr abergläubisch und hatte große Angst vor diesem Pik Ass. Dies ist zurückzuführen auf die ehemalige Besatzung Indo-Chinas durch die Franzosen. Beim französischen Wahrsagen mit Karten prophezeite das Ass Tod und Elend. Der Viet Vong hat sogar die Freiheitsstatue (Lady Liberty) als Göttin des Todes angesehen. USPCC lieferte Tausende dieser Decks gratis an die amerikanischen Truppen in Vietnam. Die Decks befanden sich in einer schlichten weißen Verpackung mit der Aufschrift “Bicycle Secret Weapon” (Bicycle Geheimwaffe”). Die Karten wurden von den Soldaten willkürlich im Dschungel und in feindlichen Dörfern verstreut. Angeblich soll allein schon der Anblick der Bicycle Ass Karte viele Viet Cong zur Flucht veranlasst haben.

1986:
Das Unternehmen erwarb Heraclio Fournier, S.A., den größten Spielkartenhersteller Europas. 1987 übernahm USPCC auch die Arrco Playing Card Company, den drittgrößten Spielkartenhersteller im Land. Die International Playing Card Company, ein kanadisches Tochterunternehmen der USPCC seit 1914, war von 1928 bis 1991 auch in der Kartenherstellung tätig. Heute ist die International Playing Card Company eine Vertriebs- und Marketingorganisation mit Sitz in Ontario. Die United States Playing Card Company hatte mehrere neue Besitzer: Diamond International in 1969, Jessup & Lamont in 1982 und Frontenac in 1989.

07.03

Die Sonderrolle der Pik-Ass-Karte – Warum das Pik-Ass immer etwas Besonderes ist?

Egal bei welchem Kartendeck, die meisten Spielkarten schauen irgendwie relativ gleich aus. Jedoch nicht die Pik-Ass-Karte, sie spielt meist eine Sonderrolle. Abgesehen von den Rückseiten und den Jokern, ist die Pik-Ass-Karte normalerweise die einzige Karte die mit einem ganz besonderen künstlerischen Design versehen ist, je nach Kartenhersteller und Kartentyp. Einige Karten sind simpel gestaltet wie eine einfache Zeichnung, andere wiederum sind so kunstvoll wie ein buntes Schaufenster.

Aber wie kam es zur Sonderrolle der Pik-Ass-Karte? Warum ist das Pik-Ass immer etwas Besonderes? Verschiedene Aspekte sind hier zu berücksichtigen:

Steuerrecht
Die Steuern sind wieder einmal schuld daran. Vor 1765 wurden in England verkaufte Spielkarten gestempelt, um nachzuweisen, dass die Steuern oder Abgaben gemäß der International “Playing Card Society” (Internationale Spielkarten-Gesellschaft) entrichtet worden sind. Von 1765 an wurde das Pik-Ass von der Behörde gedruckt und jedes Ass in einem Kartendeck musste diesen Stempel tragen als Nachweis dafür, dass die Steuern gezahlt worden sind. Aufgrund des Stempelsteuergesetzes mussten auch die amerikanischen Kolonien dieselbe Steuer entrichten. Ab 1862 wurde das Gesetz geändert und die Kartenhersteller durften ihre eigenen Stempelaufdrucke verwenden. Obwohl das Gesetz gänzlich in 1960 aufgehoben wurde, behielten die Kartenhersteller die Tradition der aufwändigen Gestaltung der Pik-Ass-Karte bei.

Markenzeichen
Die gesetzliche Möglichkeit, plötzlich einzigartige Ass-Karten entwerfen zu dürfen, führte dazu, dass Kartenhersteller extra Markenzeichen entwickelten. Einige dieser Ass-Karten, wie man sie z.B. in den Spielkarten “Tally-Ho” und “Bee” findet, sind immer noch nach mehr als 100 Jahren in Gebrauch. Einige Kartenverleger, u.a. Dougherty, New York Consolidated Card und Russell/Kalamazoo, haben laut Auskunft der Enzyklopädie der amerikanischen Kartenspiele (The Hochman Encyclopedia of American Playing Cards) unterschiedliche Designs je nach Markenzeichen verwendet. Aber nur ein Kartenhersteller gab der Pik-Ass-Karte eine ganz spezielle Sonderrolle…

Die Legendäre Lady
…die U.S. Playing Card Co., Hersteller der legendären “Bicycle Rider Back Cards”, verwendete ein einziges Design für die meisten ihrer Spielkarten. Es handelt sich um ein ikonisches Design: es zeigt eine Frau mit Schwert und Schild in ihrer rechten Hand und einem Olivenzweig in ihrer Linken. Das Design wurde inspiriert von der Skulptur “Statue of Freedom” des amerikanischen Bildhauers Thomas Crawford, die auf der Kuppel des Kapitols in Washington, D.C., im Jahre 1865 angebracht wurde. Obwohl sich andere Design-Elemente geändert haben, bestehen die urspründlichen Pik- und Dame-Spielkarten unverändert seit fast 150 Jahren.

Motörhead Song
Das Pik-Ass wurde in dem Song “Ace of Spades” der britischen Metal Band Motörhead im Jahr 1980 verewigt. Der Leadsänger Lemmy Kilmister erklärte 2011 gegenüber dem Mojo Magazin, der Song sei “nur eine Versinnbildlichung zum Thema Gambling und all seinen Klischees.” Obwohl der Song nur auf Platz 15 der Single Charts in England landete, gilt er als einer der besten Metalsongs aller Zeiten. Der Sender “VH1″ nannte ihn in 2009 den zehntbesten Hardrocksong aller Zeiten.

Beim Kartenspielen
Die Pik-Ass-Karte wurde lange Zeit als die ranghöchste Karte im Kartendeck angesehen, aber nur ein einziges bedeutendes Kartenspiel weist ihr tatsächlich dieses Spitzenplatz zu: “Spades” – ein reines Stichspiel. Hingegen beim Hearts, Poker, Crazy Eights, Rummy, Cribbage, sogar Solitaire, sind die Ass-Karten anderen Karten untergeordnet.

In der Zauberei
Die größte Wertschätzung findet das Pik Ass vermutlich bei Zauberern. Wir sehen, wie Zauberer ihre Lieblingskarten in Tricks einbauen und wie sie eine Pik-Ass-Karte als Bestandteil ihrer Routine benutzen – hauptsächlich weil diese Karte eine wiedererkennbare und sehr beliebte Karte ist. Die Pik-Ass-Karte wird auch am häufigsten von Zuschauern ausgewählt. Es gibt eine Menge Zauberkünstler, die das Pik-Ass meiden, wenn sie Zuschauer darum bitten, an eine Karte zu denken, weil es sonst zu einfach und zu offensichtlich wäre.

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