Essbare Glühbirnen für die Fakir-Show?

am Feb 21, 2018 in Aktuell, Wissenswertes

Der Mythos von der essbaren Glühbirne ist bisher immer wieder gut, wenn ein Zuschauer bei einer Fakir-Show nach einer Erklärung für das Gesehene sucht. Eine Standard-Nummer der Fakire ist nun mal das Essen einer Glühbirne – genau so wie das Laufen über Glasscherben. Doch warum denken alle Zuschauer gleich an Zucker, sobald ein Fakir eine Glühbirne isst? Dieser „Mythos“ von der Zucker-Glühbirne ist zugleich ein „Mysterium“, denn wo auch immer eine Fakir-Show stattfindet ist die Erklärung der Zuschauer zu diesem Thema die gleiche. Würde man dann die Wahrheit sagen und den Zuschauern erzählen, dass es gar keine Zucker-Glühbirnen gibt, würde diese es mit Sicherheit nicht glauben. Eine Erklärung für diesen Mythos könnte sein, dass man im Allgemeinen diese Flaschen aus Zuckerguss kennt, so wie diese bei Stunt-Shows verwendet werden. Sieht der Zuschauer dann bei einer Fakir-Show dass eine Glühbirnen gegessen wird, so wird oftmals das Eine mit dem Anderen vermischt – ungeachtet davon, dass die Glühbirnen-Nummer bei den Fakir-Shows auf einem ganz anderen System basiert und nichts (und auch nicht das Geringste) mit Zucker oder mit präparierten Glühbirnen zu tun...

Bonuspunkte sammeln und Geld sparen

am Okt 29, 2017 in Aktuell, Wissenswertes

Als „Dankeschön“ an alle Stammkunden gibt es bei SteMaRo-Magic nun Bonuspunkte für jede Bestellung. Wer Bonuspunkte sammelt profitiert durch Warengutscheine und spart somit Geld. SteMaRo-Bonuspunkte sammeln ist ganz einfach – hierzu muss lediglich ein Kundenkonto eröffnet werden. Hierzu genügt es, sich als Kunde zu registrieren und dabei ein Passwort zu hinterlegen. Für jede Bestellung die dann über das Kundenkonto ausgeführt wird, werden automatisch Bonuspunkte auf das Kundenkonto gutgeschrieben. Wenn Sie bereits ein Kundenkonto bei SteMaRo-Magic.de besitzen – also ein Passwort hinterlegt haben – sammeln Sie automatisch Punkte. Und jetzt zum Wesentlichen: Je 10 Euro Warenwert gibt es 1 Bonuspunkt. Jeder Bonuspunkt ist 20 Eurocent wert und kann im Login-Bereich des Kundenkontos gesammelt und anschließend in einen Warengutschein umgewandelt werden. Die Umwandlung in einen Warengutschein ist bereits ab 10 Punkte möglich! SteMaRo-Magic Bonuspunkte sind nicht ausbezahlbar und können ausschließlich im Onlineshop unter SteMaRo-Magic.de eingelöst...

Die Geschichte der US Playing Card Co

am Sep 28, 2017 in Wissenswertes

Die US Playing Card Company ist weltweit der größte und zugleich der bekannteste Hersteller von Spielkarten. Wer sich auch nur ein klein wenig mit Zauberei beschäftigt oder sich für hochwertige Spielkarten interessiert, der kommt an diesem Hersteller kaum mehr vorbei. In vielen Kasinos sieht man Karten der Sorte „Bee“ und in nahezu jedem amerikanischen Haushalt sowie auch in vielen Filmen sind die bekannten Bicycle-Karten zu finden. Und genau wie diese Karten, so blickt natürlich auch der Hersteller auf eine lange, traditionsreiche Geschichte zurück. Alles begann im Januar 1867: A. O. Russell, Robert J. Morgan, James M. Armstrong und John F. Robinson Jr. bildeten eine Partnerschaft und kauften von den Eigentümern des „Cincinnati Enquirer“ den Druckereibereich, der sich in der ersten und zweiten Etage in der College Stret 20 in Cincinnati, Ohio befand. Das Unternehmen startete mit dem Firmennamen „Russell, Morgan & Co.“, den beiden Druckern in der Partnerschaft. In der College Street druckte man Theater- und Zirkusposter, Plakate und Etiketten. Im Jahre 1872 waren die Geschäfte dermaßen angestiegen, dass man größere Räumlichkeiten suchen musste und im November 1872 zog man dann in ein neues, vierstöckiges Gebäude in der Nähe der Race Street in Downtown Cincinnati. Anfang 1880: Mr. Russell schlug seinen Partnern vor, in die Herstellung von Spielkarten einzusteigen, ein Industriezweig, der sich im Monopol einiger East Coast Unternehmen befand. Die Partner waren einverstanden und man erweiterte das Gebäude um zwei Etagen, d.h. insgesamt nun ein sechsstöckiges Gebäude. Es wurden eigens für Russell, Morgan & Co. viele neue Maschinen entworfen und gebaut. Das erste Kartenspiel war am 28. Juni 1881 fertig. Ca. 20 Mitarbeiter fertigten ab diesem Zeitpunkt 1600 Packungen pro Tag. 1891: Aus „Russell, Morgan & Company“ wurde „The United States Printing Company“ (USPC). Bereits drei Jahre später (1984) hatte sich das Spielkartengeschäft in solch einem Maße entwickelt, dass man es aus der Printing Company ausgliederte. Es entstand „The United States Playing Card Company“ (USPCC). Die United States Playing Card Company verschaffte sich sofortige Vorteile durch den Erwerb anderer namhafter Unternehmen: die Standard Playing Card Co. (Chicago), die Perfection Card Co. (New York) und New York Consolidated Cards (NYCC). Die Vorgeschichte von NYCC geht auf das Jahr 1833 zurück, als Lewis I. Cohen seine Vierfarbendruckpresse für Spielkarten perfektionierte. Die berühmten „Bee“ Spielkarten, die heute noch von USPCC vertrieben werden, entstanden bei New York Consolidated in 1892. Der Joker Der Joker ist eine amerikanische Erfindung ungefähr aus dem Jahre 1865 mit unterschiedlichem Erscheinungsbild auf den Bicycle Karten. Der erste Joker stellt einen Mann auf einem Hochrad dar, später auf einem normalen Fahrrad. Dann folgte eine Reihe von Spielkarten-Königen auf Fahrrädern. Diese Radfahrer radeln an einem Meilenstein mit der Markierung „808“ vorbei. Entgegen mancher Meinungen hat diese Zahl keine mystische Bedeutung. Sie ist lediglich eine Referenznummer zur Unterscheidung anderer Marken des Unternehmens (wie z. B. „606“). Die Statue der Freiheit Auf dem Pik Ass befindet sich ein anderer Code, mit dem das Druckjahr des Decks erkennbar ist. Das Ass-Symbol zeigt innen eine Frau, deren rechte Hand auf einem Schwert und einem Schild ruht, während sie in der linken Hand einen Olivenzweig hält. Das Design wurde inspiriert von der Skulptur „Statue of Freedom“ des amerikanischen Bildhauers Thomas Crawford, die auf der Kuppel des Kapitols in Washington, D.C., im Jahre 1865 angebracht wurde. 1900: Die United States Playing Card Company musste erneut expandieren und zog von Downtown Cinicinnati in eine neu erbaute Fabrik in Nordwood mit einer Gesamtfläche von ca. 55.000 Quadratmeter. Alleine die Produktionsanlage verfügte über ca. 15.000 Quadratmeter an Produktionsfläche. Der Glockenturm Ein Neo-Romanischer Glockenturm (4 Stockwerke hoch) wurde 1926 oben auf dem 4-stöckigen Hautgebäude des Unternehmens errichtet. In diesem Turm befand sich ein Glockenspiel mit 12 Glocken, in einer Größe von ca. 20 cm bis hin zu 2 Meter. Dies war das erste Glockenspiel, das für den Rundfunk gebaut wurde. Das Glockengeläute war elektronisch mit der Radiostation WSAI verbunden, die von der United States Playing Card Company von 1922 bis 1930 betrieben wurde und sich auch im USPC Gebäude befand. Das Hauptanliegen des Radiosenders war, das Bridgespiel durch Bridgeunterricht per Radio zu fördern. Damals gab es keine Begrenzung der Reichweite des Radiosenders und die Übertragung von WSAI war so klar und stark, dass sie bis nach Neuseeland reichte. WSAI wurde dann letztendlich in den 1930er Jahren an die Crosley Radio Corporation verkauft. Der 2. Weltkrieg Während des 2. Weltkrieges arbeitete das Unternehmen geheim mit der US Regierung zusammen, um spezielle Kartendecks herzustellen, die als Geschenk an die amerikanischen Kriegsgefangenen in deutschen Lagern geschickt wurden. Wenn man diese Karten befeuchtete, lösten sie sich voneinander und offenbarten Kartenausschnitte mit exakten Fluchtwegen. USPCC stellte während des Krieges auch so genannte „Spotter“ Karten her, die die charakteristischen Formen von Panzern, Schiffen und Flugzeugen der mächtigeren Länder abbildeten. Das Unternehmen half auch beim Nähen von Fallschirmen für Antipersonen-Splitterbomben. Das Pik Ass Das Pik Ass erfüllte einen berühmten Zweck im Vietnamkrieg. Im Februar 1966 schrieben zwei Leutnants der „C“-Kompanie, 2. Bataillon, 35. Regiment, 25. Infanterie-Division an die United States Playing Card Company und baten um Decks, die nichts anderes als das Bicycle Pik Ass enthalten sollten. Die Karten waren bei der psychologischen Kriegsführung nützlich. Der Viet Cong war sehr abergläubisch und hatte große Angst vor diesem Pik Ass. Dies ist zurückzuführen auf die ehemalige Besatzung Indo-Chinas durch die Franzosen. Beim französischen Wahrsagen mit Karten prophezeite das Ass Tod und Elend. Der Viet Vong hat sogar die Freiheitsstatue (Lady Liberty) als Göttin des Todes angesehen. USPCC...

Wichtige Sicherheitshinweise zum Spring-Hocker (Jumping-Stool)

am Mai 18, 2017 in Wissenswertes

Der Spring-Hocker ist ein reines Zauberrequisit und somit nicht dazu gedacht, um darauf zu herum zu sitzen. Aufgrund seiner völlig unverdächtigen Optik besteht für Laien grundsätzlich eine sehr große Verwechslungsgefahr mit einem normalen Hocker. Daher ist es wichtig, den Spring-Hocker niemals unbeaufsichtigt außerhalb der eigenen Reichweite herumstehen lassen. Bitte achten Sie immer darauf, dass sich niemand auf den Spring-Hocker setzt, denn die Verletzungsgefahr wäre sehr groß. Des Weiteren sollte stets darauf geachtet werden, dass das Publikum während der Vorführung einen Abstand von mindestens einem halben Meter zum Spring-Hocker hat und dass sich nichts direkt über dem Hocker befindet. Der Hocker hüpft bei der Vorführung senkrecht nach oben und hierfür ist eine freie „Flugbahn“ nötig. Tipp: Wenn Sie bei der Vorführung den Eindruck verstärken wollen, dass es sich hierbei um einen ganz normalen Hocker handelt, so können Sie natürlich jederzeit so tun also ob Sie sich auf den Spring-Hocker setzten. Hierzu gehen Sie einfach in die Hocke, ohne dabei die Sitzfläche des Hockers zu berühren. Alles was Sie dazu benötigen sind einigermaßen starke Beinmuskeln. Mit ein wenig Übung wird es für das Publikum so aussehen, als würden sie tatsächlich auf dem Spring-Hocker sitzen, auch wenn Sie sich tatsächlich lediglich auf den eigenen Beinen...

Insider-Tipp zum Effekt Miraculous Penetration

am Apr 20, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Der gute, alte Effekt bei dem eine Nadel oder ein Zahnstocher durch eine Streichholzschachtel gesteckt wird und  dann nach dem Öffnen der Lade ein massiver Messingblock zum Vorschein kommt, welcher die gesamte Schachtel ausfüllt… das kommt immer wieder gut an. Bekannt ist dieser Effekt unter dem Namen „Miraculous Penetration“ oder auch „Streichholzschachtel-Durchdringung“. Doch wer diesen Effekt kennt und schon des Öfteren vorgeführt hat, der kennt i.d.R. auch die folgenden Problematiken: Mit der Zeit läuft der Messingblock an – die Oberfläche oxidiert. Dadurch kann es sein, dass die Präparation plötzlich sichtbar wird. Die Lösung für dieses Problem ist ganz einfach; man muss lediglich die Oerfläche der Länge nach mit Stahlwolle abreiben. Dabei ist darauf zu achten, dass man ausschließlich in die Richtung reibt, in welcher auch die ursprünglichen Schleifrillen verlaufen. Dadurch wird die Oberfläche wieder blank und die Präparation wird wieder unsichtbar. Stahlwolle kann man für wenige Euro im Baumarkt erwerben. Ursprünglich wird der Messingblock meist mit einer Nadel aus Metall geliefert. Wenn man diese Nadel verwendet, so funktioniert zwar der Effekt einwandfrei, jedoch kann es passieren, dass der Messingblock verkratzt wird. In Einzelfällen wurde sogar die Schnittkante beschädigt, was letztendlich dazu führen kann, dass ein neues Gimmick fällig wird. Dieses Problem kann ganz einfach gelöst bzw. umgangen werden, indem man den Effekt einfach mit einem Zahnstocher aus Holz vorführt. Das funktioniert genau so gut und hat den Vorteil, dass der Messingblock in keiner Weise beschädigt werden kann. Da der Messingblock auch untersuchbar sein soll, muss sicher gestellt sein, dass sich die Mechanik nicht plötzlich öffnet. Dazu wurden die Blöcke i.d.R. so konstruiert, dass die Mechanik sehr schwergängig ist. So ist es für den Zuschauer unter normalen Bedingungen eigentlich nicht möglich, versehentlich das Geheimnis zu entdecken. Leider ergibt sich dadurch auf der anderen Seite ein kleines Problem – denn es kann vorkommen, dass man den Block bei der Vorführung versehentlich nicht fest genug zusammen drückt, so dass dieser nicht vollständig geschlossen wird. Das wäre dann natürlich ein fatales Ende für die Vorführung. Deshalb sollte man an dieser Stelle die Handhabung etwas umstellen und die Streichholzschachtel nach dem Herausziehen nicht einfach zwischen den Händen zusammen drücken, sondern einfach seitlich ein paar mal fest auf den Tisch klopfen. Dadurch wird der Messingblock vollständig und zuverlässig geschlossen und zugleich hört der Zuschauer, dass sich etwas Schweres in der Streichholzschachtel befindet. Mit diesen Tipps, dem Gimmick und etwas Übung hat man die beste Grundlage für eine schöne Vorführung. Die Streichholzschatel-Durchdringung Miraculous Penetration ist und bleibt ein beliebter und gern gesehener Klassiker der...

Tossed out Deck – Freiwillige nach vorne!

am Apr 12, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Eine bekannte Situation: für einen bestimmten Zaubertrick – zum Beispiel ein Mentaleffekt auf der Bühne – werden ein paar Freiwillige benötigt und wie das immer so ist, hat man ein recht passives Publikum erwischt und keiner meldet sich freiwillig… oder: man wählt für den Effekt ein paar Freiwillige, die auch gerne und bereitwillig mitmachen und der Effekt gelingt natürlich. Doch anstelle von großer Begeisterung geht eher die Meinung, alles sei vorher abgesprochen worden, durch das Publikum… Beide Beispiele sind zugegebenermaßen sehr negativ orientiert, können aber tatsächlich so eintreten und dass hat dann nicht zwangsweise mit einer falschen Art der Vorführung zu tun, sondern liegt einfach oft am Publikum. Natürlich liegt es nicht in der Natur des professionellen Zauberkünstlers, das einfach so hinzunehmen und einen Misserfolg zu riskieren, daher muss man sich schon im Vorfeld auf derartige Situationen einstellen und vorbereiten. Im Regelfall werden sowieso die Effekte an die Situation und an das Publikum angepasst, so dass man sich sozusagen schon im Vorfeld „rüstet“. Doch nun einmal konkret zur oben dargestellten Problematik – eine Lösung ist hierbei, die Zuschauer auf „schleichende“ Art einzubinden – praktisch so dass die „Freiwilligen“ es zunächst nicht bemerken, dass Sie schon mehr oder minder auf dem Weg zur Bühne sind. Erst wenn schon eine Interaktion zwischen Zauberkünstler und Zuschauer stattgefunden hat, wird er plötzlich und (für ihn) überraschend gebeten, auf die Bühne zu kommen. Das ganze macht es dem Zuschauer fast unmöglich, abzulehnen. Die folgenden Beispiele sollen die Thematik noch etwas verdeutlichen: Negativ-Beispiel: Der Zuschauer wird plötzlich und überraschend aufgefordert, mit zu machen oder gart auf die Bühne zu kommen. Dabei ist der Zuschauer für gewöhnlich überfordert und reagiert dann oftmals mit Ablehnung. Hier greift praktisch der Schutz-Instinkt – sofern das so ist, ist es nur noch schwer möglich den Zuschauer umzustimmen und ein „gutes Gefühl“ wird man dem Zuschauer unter diesen Bedingungen i.d.R. nicht mehr geben können. Daher sollte man von dieser „dreisten“ Art auf jeden Fall Abstand nehmen. Positiv-Beispiel: Der Zuschauer wird zunächst als Helfer für eine winzige Kleinigkeit eingebunden; zum Beispiel um eine Karte zu ziehen oder einen Gegenstand zu halten. Das Ganze soll so behutsam erfolgen, dass der Zuschauer sich nicht als „Bestandteil des Tricks“ fühlt. Währenddessen geschieht psychologisch beim betroffenen Zuschauer jedoch einiges, denn dieser bereitet sich i.d.R. unterbewusst schon darauf vor, noch irgendetwas tun zu müssen – und sei es auch nur das Aushändigen einer Karte. Wird der Zuschauer dann in freundlichem Ton um weitere Mithilfe gebeten, ist es für ihn selbst viel einfacher und angenehmer, denn er hat dabei für gewöhnlich nicht das Gefühl, „überfallen“ zu werden. Zwar sind diese Beispiele nur recht pauschal, da man in der Bühnenpraxis doch recht unterschiedliche Reaktionen erlebt, aber dieses genannte Verhaltensmuster ist doch relativ oft anzutreffen und daher eine ziemlich gute Grundlage für die Vorbereitung. Soweit, so gut, aber es bleibt noch die Tatsache, dass die Zuschauer hinterher immer behaupten könnten, alles sei abgesprochen gewesen. Aus diesem Grund sollte man auch hiergegen im Vorfeld eine Vorkehrung treffen. Möglichkeiten wären z.B.: man wählt einen Zuschauer, den die meisten anderen Zuschauer kennen und von dem man i.d.R. weiß, dass er eine Absprache nicht mitmachen würde. Bei größeren / wichtigen Veranstaltungen könnten dies zum Beispiel Personen wie Bürgermeister, Gastgeber oder Chefs sein. oder aber man lässt den Zufall entscheiden, so dass es praktisch jeden Zuschauer hätte treffen können. Eine gute Möglichkeit, Zuschauer per Zufall auszuwählen, ist z.B. der Effekt „Tossed Out Deck von Gazzo„. Hierbei handelt es sich um ein Kartenspiel, das mit einem Gummiband zusammen gebunden und dann zwischen die Zuschauer geworfen wird. Derjenige Zuschauer der das Tossed Out Deck fängt, darf es an der Kante durchriffeln, an einer beliebigen Stelle stoppen und sich dann die entsprechende Karte merken. Anschließend wird das Kartenspiel von diesem Zuschauer weiter zum nächsten Zuschauer geworfen, dieser merkt sich dann auch eine beliebige Karte daraus. Das Ganze geht so lange, bis sich fünf Zuschauer eine Karte gemerkt haben, danach geht das Kartenspiel wieder zum Zauberkünstler zurück. An dieser Stelle beginnt der eigentliche Effekt und gleichzeitig auch die Wahl der „Freiwilligen“. Dabei erklärt der Zauberkünstler, dass er nun fünf Kartenwerte nennen wird, dabei soll jeder der fünf Zuschauer, der seinen vorher gewählten Kartenwert hört, einfach aufstehen… Anschließend werden die fünf Kartenwerte genannt und alle fünf Zuschauer stehen da – das sind dann die Freiwilligen die per Zufall gewählt wurden und zudem noch bei einem Gedankenlese-Wunder mitgewirkt haben. Das Tossed Out Deck kann noch auf zahlreiche andere Arten verwendet werden… letztendlich ist entscheidend, dass die Vorführung vom Ablauf her schlüssig zur Situation...

Richtiges Sprechen Teil 3: Magie echt verstehen – Spannende Zaubergeschichte statt sinnloses Gestammel

am Mrz 19, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Wie wir schon gehört haben, wirkt Stimme nur, wenn sie verstanden wird. Auch in der Magie. Doch was hilft die deutlichste Aussprache, wenn plötzlich der Text weg ist? Wenn man sich nicht mehr daran erinnert, was auf der Tonspur als nächstes kommen sollte? Texthänger sind auf der Bühne ebenso fatal wie unverständliches Gebrabbel – denn in beiden Fällen kommt die magische Geschichte, das Abenteuer Zauber, nicht voll zur Geltung. Was also tun, um absolut textsicher zu werden?   Stufe I: Auswendiglernen – ob wir wollen oder nicht   Egal ob im Alltag oder im Beruf – ständig müssen wir uns Daten, Fakten und Zahlen merken. Das Problem dabei: Unser Gehirn ist eigentlich nicht dafür gemacht. Eigentlich will unser Gehirn darüber nachdenken, wie wir uns Nahrung beschaffen können und überleben. Nicht, welche Textzeilen und Zahlenkolonnen wir als nächstes brauchen. Auswendiglernen – nicht so das Ding unseres Gehirns. Daher müssen wir das immer wieder üben. Wiederholung ist das „Zauberwort“. Je öfter wir etwas wiederholen, desto mehr merkt unser Gehirn, dass dieser Text, diese Zahlenkombination wichtig ist. Es schafft Verknüpfungen – und merkt sich das Gelernte. Das heißt konkret: wiederholen, so oft wie möglich. Am besten lässt man es dabei langsam angehen. Jeden Tag 20 Minuten sind effektiver als einmal am Stück eine Stunde. Das Gelernte sollte am Anfang regelmäßig, also täglich, wiederholt werden. Will man es dauerhaft im Gedächtnis behalten, so muss es auch langfristig wiederholt werden. Die Pausen dazwischen können dann allerdings größer werden.   Stufe II: Üben mit allem Drum und Dran   Sobald der Text einigermaßen sitzt, kann „Stufe II“ in Kraft treten. Das heißt, nun sollte die Gesamtsituation betrachtet werden. Auf der Bühne wird nicht nur gesprochen, es wird auch gezaubert. Unser Gehirn muss nicht nur den Text abrufen können, sonder muss gleichzeitig in der Lage sein, die richtigen Handgriffe bzw. Zaubertricks, passend zum Text, abrufen zu können. Stichwort Multi-Tasking. Auch das will gelernt sein. Das bedeutet, Text und Handgriffe zu kombinieren. Dafür sollte ein bisschen Zeit eingeplant werden. Zur Vorbereitung kann man seine Textsicherheit nochmal mit Tricks wie Jonglieren und gleichzeitigem Text Aufsagen testen. Klappt das, sitzt der Text. Und dann geht es an die tatsächliche Routine. Am Besten auch hier in kleinen Einheiten üben und die Routine mit Text in regelmäßigen Abständen mal in Teilen, mal komplett durchexerzieren. So steht dem magischen Traum-Effekt nichts mehr im Weg. Und das Publikum wird begeistert sein! Denn so strahlen wir Sicherheit und Kompetenz aus. Wir können die Geschichte lebhaft,  spannend und emotional vortragen und sie so richtig auskosten. Das magische Abenteuer kann...

Richtiges Sprechen Teil 2: Die richtige Aussprache für zauberhafte Momente

am Feb 14, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Stimme wirkt – wenn sie verstanden wird. Eine nuschelige Aussprache hat schon so manchen Abend gekillt.  Mal wird eine witzige Pointe nicht verstanden, mal fällt ein spannender Hinweis der Aussprache zum Opfer. Und schwups, ist die magische Geschichte nur halb so interessant. Auch wenn die meiste Arbeit die Magie macht, ein bisschen Entertainment muss sein. Und dafür ist eine deutliche Aussprache extrem wichtig. So folgt nun die Lektion 2:   Dialekt oder Hochdeutsch?   Eine Frage, die die Gemüter mitunter stark erhitzt. Ein lokaler Anklang ist natürlich sympathisch, schafft Nähe und Vertrauen.  Allerdings nur, wenn der eigene Dialekt mit dem Lokalkolorit übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall können grobe sprachliche Hürden die Folge sein. Dialekt ist etwas Wunderbares, schafft allerdings auch Probleme. Daher empfiehlt es sich bei Bühnenshows auf Hochdeutsch zurückzugreifen. Man darf hören, woher Sie kommen, auf allzu regional geprägte Ausdrücke sollten Sie der allgemeinen Verständlichkeit halber jedoch verzichten. Zumindest wenn Sie möchten, dass Sie auch außerhalb Ihrer Ortsgrenzen noch ohne Schwierigkeiten verstanden werden.   Die Nuschel-Falle   Mal ist es die Aufregung, mal die Leidenschaft, die uns einzelne Buchstaben oder auch mal ganze Wörter verschlucken lässt. Nicht schlimm, solange es nicht dauernd passiert. Denn nuscheln schadet der Bühnenshow durchaus, lässt sie doch wichtige Satz-/Wortelemente verschwinden, die uns eigentlich helfen sollen, eine bestimmte Stimmung im Publikum aufzubauen. Daher sollten wir immer mal wieder daran arbeiten, unsere Aussprache so sauber wie möglich zu gestalten. Ein paar einfache Übungen können dabei schon Wunder wirken: Der berühmt-berüchtigte Korken Es ist kein Geheimnis mehr, aber nach wie vor wirksam: Man nehme einen alten Korken, klemme ihn zwischen die Lippen oder zwischen die Zähne, und versuche einen Text so sauber wie möglich zu lesen. Nach ein paar Übungseinheiten klappt das bald recht gut und die Aussprache wird insgesamt durch diese Übung automatisch immer deutlicher. Zungenbrecher als Show-Warm-Up Bevor es auf die Bühne geht, haben sich Zungenbrecher als Warmmacher bewährt. Einfach ein paar der widerspenstigen Wortspiele aufsagen, versuchen dabei keine Fehler zu machen,  und dann mit gelöster und aufgewärmter Zunge auf die Bühne. Auch damit wird die Aussprache um einiges klarer. Lautmalerei Nicht zuletzt hilft es auch, Worte mit ähnlichen Lauten aufzusagen – hintereinander. Z. B. Nachtisch-Nachttisch-Nachtlicht, oder Anstalt-anstatt-Altstadt. Suchen Sie sich derartige Beispiele zusammen und üben Sie immer wieder deren Aussprache. Das schärft die Aufmerksamkeit für einzelne Konsonanten und sorgt ebenfalls für eine bessere Aussprache. Nicht zuletzt gilt wie überall: üben, üben, üben. Schenken wir unserer Sprache regelmäßig etwas Aufmerksamkeit, werden sich schon nach kurzem erste hörbare Erfolge einstellen. Bleiben wir dran, wird es unsere Sprache immer wieder schaffen, großartige Emotionen und Stimmungen hervorzurufen und gute Geschichten abzuliefern. Also an die Korken, fertig,...