Anwendung eines Daumenschreibers bzw. Boonwriters

am Mai 10, 2016 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Daumenschreiber und Boonwriter sind sog. „Swamis“… in der Zauberpraxis werden diese in erster Linie im Bereich der Mentalmagie angewendet. Dabei geht es i.d.R. darum, eine Nachricht oder eine Vorhersage so auf einen Zettel zu schreiben, dass der Zuschauer es weder sieht noch irgendwie bemerkt. Ein „Swmai“ macht das möglich, denn dieser ist vereinfacht gesagt ein „Schreiber“, der am Finger befestigt wird. Entscheidend für den Erfolg ist bei der Anwendung eines Swamis immer die Art und Weise der Anwendung. Als einfaches Beispiel kann man sich zunächst folgenden Grundeffekt vorstellen: Sie geben Ihrem Zuschauer einen Zettel und einen Stift. Sie selbst haben auch einen Zettel und einen Stift in der Hand. Sie fordern den Zuschauer auf, eine beliebige Zahl verdeckt auf den Zettel zu schreiben. Gleichzeitig deuten Sie an, ebenfalls eine Zahl auf den Zettel zu zeichnen. Dann legen Sie und auch der Zuschauer den Stift beiseite. Der Zuschauer darf den Zettel zuerst umdrehen, gleichzeitig kommt der Swami zum Einsatz… Wenn Sie Ihren Zettel umdrehen, steht dort genau die gleiche Zahl wie auf dem Zettel des Zuschauers – eine wundersame Übereinstimmung! So zunächst die trockene Theorie… denn dieser Grundeffekt wird zwar in der Zauberpraxis immer wieder mit großem Erfolg vorgeführt, allerdings nicht so trocken wie oben beschrieben. Würde man den Effekt genau so vorführen wie eben beschrieben, so würde man dabei schnell in die Gefahr kommen, das Publikum zu Tode zu langweilen. Deshalb ist es wichtig, diesen Grundeffekt mit Atmosphäre, eine Vortrag und eventuell mit Reizen wie Feuer, Rauch oder Licht anzureichern. Wichtig ist nur, dass die gesamte Präsentation zur eigenen Person passt, denn nur so wirkt der Effekt glaubwürdig. Eine umfangreiche Tricksammlung mit vielen Anwendungsbeispielen zum Thema „Daumenschreiber und Boonwriter“ ist z.B. die DVD-Collection „13 Steps to Mentalism“ – hierbei handelt es sich um die Verfilmung der bekannten und längst nicht mehr erhältlichen Bücher von Corinda. Mit diesem Meisterwerk der Mentalmagie kann man sich sehr schnell einen Überblick verschaffen, wass mit einenm Daumenschreiber so alles möglich...

Insider Tipps zum Daumenschreiber und Swami

am Mai 12, 2010 in Tipps & Tricks

Wichtige und hilfreiche Tipps und Tricks aus der Praxis der Mentalmagie mit Swamis (Daumenschreiber und Boonwriter): Wenn Sie einen Boonwriter besitzen, so können Sie diesen auf ein Feuerzeug kleben und so in der Tasche herumtragen. Auf diese Weise haben Sie den Boonwriter jederzeit griffbereit und laufen nicht Gefahr, das Gimmick zu verlieren. Sobald der Boonwriter benötigt wird, kann er einfach in der Hosentahsche vom Feuerzeug herunter und auf dem Finger geschoben werden. Wenn Sie einen Daumenschreiber besitzen, so können Sie das „Innenleben“ welches die Mine trägt, entnehmen und mit etwas Spezial-Knetmasse (z.B. Clay Gum) einen Boonwriter basteln – dann haben Sie beides! Verwenden Sie lieber zu große als zu kleine Zettel. Wenn der Zettel zu klein ist, ist es schwierig, unauffällig zu schreiben. Schauen Sie beim Schreiben niemals auf das Papier, dies wäre auffällig. Schauen Sie anstatt dessen in das Gesicht des Zuschauers. Nach regelmäßiger und langfristiger Anwendung eines Swamis wird irgendwann einmal eine kleine „Reparatur“ fällig werden. Wenn die Mine des Daumenschreibers oder Boonwriters eines Tages einmal abgenutzt oder verbraucht ist, kann diese ganz einfach ausgewechselt werden. Modellabhängig muss dabei wie folgt vorgegangen werden: Beim Boonwriter entfernen Sie zunächst die Klebemasse und drücken anschließend mit der mitgelieferten Pinnadel von hinten durch den Kunststoff hindurch die Mine nach vorne hinaus. Anschließend können Sie eine handelsübliche Bleistiftmine bzw. Wachsstiftmine hineinstecken und mit einem Messer auf die richtige Größe bringen. Drücken Sie danach die Klebemasse wieder auf den Boonwriter. Beim Daumenschreiber muss zunächst das Papier aus dem Inneren der Kunststoff-Daumenspitze herausgezogen werden. Drücken Sie dann die Mine von außen in die Daumenspitze hinein. Zum Vorschein kommt eine Kunststoffplatte mit der Mine darin. Drücken Sie mit der mitgelieferten Pinnadel von hinten durch den Kunststoff hindurch und somit die Mine nach vorne hinaus. Anschließend können Sie eine handelsübliche Bleistiftmine bzw. Wachsstiftmine hineinstecken und mit einem Messer auf die richtige Größe bringen. Geben Sie das fertige Gebilde wieder zurück in die Daumenspitze und drücken Sie anschließend noch das Papier...

Vergleich: Daumenschreiber oder Boonwriter

am Mai 1, 2010 in Wissenswertes

Mit der Hilfe eines Boonwriters oder eines Daumenschreibers ist es möglich, direkt vor den Augen der Zuschauer Buchstaben oder Zahlen auf einen Zettel zu schreiben, ohne dass irgend jemand etwas davon bemerkt. So kann man den Eindruck entstehen lassen, die entsprechende Zahl wäre schon von Anfang an auf dem Zettel gestanden. Wie bereits oben erwähnt, gibt es verschiedene Ausführungen dieses Requisits – grundsätzlich wird dabei zwischen Boonwriter und Daumenschreiber unterschieden. Es gibt zwar auch noch einen Nagelschreiber – dieser wurde aber weitestgehend vom Boonwriter abgelöst und spielt daher eine eher untergeordnete Rolle, aus diesem Grund wird der Nagelschreiben im folgenden auch nicht weiter behandelt. Daumenschreiber und Boonwriter leisten zwar effektiv das gleiche, sind aber grundsätzlich ganz unterschiedlich aufgebaut: Ein Boonwriter wird mittels Klebemasse auf den Finger geklebt, hält dadurch bombenfest an Ort und Stelle und ist aufgrund der geringen Größe sehr einfach zu verdecken. Der einzige Nachteil eines Boonwriters ist, dass  es etwas schwierig ist, diesen schnell auf dem Finger anzubringen.   Der Daumenschreiber hingegen ist ganz einfach anzubringen, es muss lediglich der Daumen hineingesteckt werden, dies ist auch während der Vorführung kein Problem und geht fast von selbst. Der Nachteil des Daumenschreibers ist wiederum, dass er nicht ganz so klein ist und daher etwas besser versteckt werden muss. Außerdem kann dieser nur auf dem Daumen verwendet werden. Die Schreiberspitzen der Gimmicks sind in zwei Ausführungen erhältlich: Mit Bleistiftmine – eignet sich besonders Gut, wenn Sie ganz gewöhnliches Papier beschriften. Die Spitze besteht aus einer Bleistiftmine mit einem Durchmesser von ca. 2mm. Mit Wachsmine – eignet sich besonders gut für beschichtetes Papier, wie z.B. Spielkarten. Also für Oberflächen, auf welchen kein Bleistift hält. Die Spitze besteht aus einer Wachsmine mit einem Durchmesser von ca. 4mm. Dadurch schreibt dieser Boonwriter auch dicker wodurch die Schrift auch auf größere Entfernung gut zu erkennen...