Vergleich: Daumenschreiber oder Boonwriter

am Mrz 12, 2020 in Wissenswertes

Mit der Hilfe eines Boonwriters oder eines Daumenschreibers ist es möglich, direkt vor den Augen der Zuschauer Buchstaben oder Zahlen auf einen Zettel zu schreiben, ohne dass irgend jemand etwas davon bemerkt. So kann man den Eindruck entstehen lassen, die entsprechende Zahl wäre schon von Anfang an auf dem Zettel gestanden. Wie bereits oben erwähnt, gibt es verschiedene Ausführungen dieses Requisits – grundsätzlich wird dabei zwischen Boonwriter und Daumenschreiber unterschieden. Es gibt zwar auch noch einen Nagelschreiber – dieser wurde aber weitestgehend vom Boonwriter abgelöst und spielt daher eine eher untergeordnete Rolle, aus diesem Grund wird der Nagelschreiben im folgenden auch nicht weiter behandelt. Daumenschreiber und Boonwriter leisten zwar effektiv das gleiche, sind aber grundsätzlich ganz unterschiedlich aufgebaut: Ein Boonwriter wird mittels Klebemasse auf den Finger geklebt, hält dadurch bombenfest an Ort und Stelle und ist aufgrund der geringen Größe sehr einfach zu verdecken. Der einzige Nachteil eines Boonwriters ist, dass  es etwas schwierig ist, diesen schnell auf dem Finger anzubringen. Boonwriter im Zaubershop kaufen Der Daumenschreiber hingegen ist ganz einfach anzubringen, es muss lediglich der Daumen hineingesteckt werden, dies ist auch während der Vorführung kein Problem und geht fast von selbst. Der Nachteil des Daumenschreibers ist wiederum, dass er nicht ganz so klein ist und daher etwas besser versteckt werden muss. Außerdem kann dieser nur auf dem Daumen verwendet werden. Daumenschreiber im Zaubershop kaufen Die Schreiberspitzen der Gimmicks sind in zwei Ausführungen erhältlich: Mit Bleistiftmine – eignet sich besonders Gut, wenn Sie ganz gewöhnliches Papier beschriften. Die Spitze besteht aus einer Bleistiftmine mit einem Durchmesser von ca. 2mm.Mit Wachsmine – eignet sich besonders gut für beschichtetes Papier, wie z.B. Spielkarten. Also für Oberflächen, auf welchen kein Bleistift hält. Die Spitze besteht aus einer Wachsmine mit einem Durchmesser von ca. 4mm. Dadurch schreibt dieser Boonwriter auch dicker wodurch die Schrift auch auf größere Entfernung gut zu erkennen...

Kunstschnee aus der Dose

am Feb 13, 2020 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Kunstschnee aus der Dose – unter anderem von der Pro7 Sendung „Gallileo“ berichtet, getestet und für „gut“ befunden. Doch was genau ist das – Kunstschnee aus der Dose – und wo kann man das kaufen? Es handelt sich dabei um einen Kunststoff auf Polymer Basis. Der Kunststoff reagiert mit Wasser, ist allerdings nicht wasserlöslich. Im Ausgangszustand handelt es sich um ein feines Pulver, welches mit Wasser gemischt werden muss. Dabei entfaltet sich das Pulver zu einem lockeren Kunstschnee. Perfekt geeignet zu Dekorationszwecken, da absolut authentisch aussehend und zugleich ganz einfach per Besen zu beseitigen. Den Kunstschnee aus der Dose kann man zum Beispiel im Online Zaubershop bei SteMaRo-Magic.de bestellen. Dort wird der Kunstschnee aus der Dose unter dem Namen „Insta Snow“ in zwei verschiedenen Größen angeboten. Insta Snow Kunstschnee...

Nervosität in der Zauberkunst – 7 Tipps gegen die Angst vor dem Scheitern

am Jan 21, 2020 in Wissenswertes

In jeder Kunstform spielt die Nervosität vor Auftritten eine große Rolle. Besonders nervös sind oft unerfahrene Zauberkünstler, da bei einem Kunststück – anders als z.B. beim Spielen eines Instruments – ein einziger, winziger Fehler das große Finale ruinieren kann. Leider gibt es keinen Zaubertrick gegen Lampenfieber und selbst die besten Zauberkünstler verspüren vor großen Auftritten noch etwas Anspannung, denn das gehört einfach dazu. Doch es gibt ein paar einfache Tipps, die es ermöglichen, seine eigene Nervosität einzugrenzen und Schritt für Schritt an Selbstbewusstsein zu gewinnen. 1. Tricktechnik perfektionieren Wer sein Kunststück nicht genug geübt hat, der wird sich immer Sorgen machen müssen, vor seinem Publikum zu versagen. Deswegen ist der erste Schritt immer das ausführliche Einstudieren der Routine für sich selbst. Der Ablauf und die Griffe müssen im Schlaf sitzen, man sollte während einer Vorführung vor Publikum keinerlei Gedanken für die Tricktechnik verschwenden müssen. 2. Üben vor dem Spiegel und der Kamera Als nächstes sollte man vor dem Spiegel üben, um die Sicht der Zuschauer kennenzulernen. Oder noch besser: Bauen Sie eine Kamera auf und filmen eine komplette Vorführung Ihres Kunststücks samt Skript. Das ist anfangs etwas seltsam, man gewöhnt sich jedoch daran und sieht der ungeschönten Wahrheit ins Gesicht. Ist man dann mit seiner Aufzeichnung zufrieden, kann man sich entspannt einem echten Publikum zuwenden. 3. Routinen testen vor Freunden & Familie Bevor man Kunststücke vor Fremden oder gar vor zahlendem Publikum vorführt, sollte man sie immer vor vertrauten Menschen testen. Vor diesen braucht man keine Angst vor dem Scheitern haben und sie haben eine andere Sicht auf das Kunststück als ein Zauberkünstler. 4. Feedback einholen Konstruktive Kritik ist das A und O, um stetig besser zu werden. Fragen Sie Ihre Bekannten nach ehrlichem Feedback, so können Sie Fehler ausbessern und Ihre Kunststücke perfektionieren. Außerdem gibt Ihnen positives Feedback Selbstbewusstsein für zukünftige Auftritte und lässt die Nervosität sinken. 5. Visualisieren des Erfolgs Stellen Sie sich eine erfolgreiche Vorstellung vor zahlendem Publikum intensiv und bildlich vor. Das verdrängt nicht nur die Angst vor dem Scheitern, sondern motiviert zusätzlich ungemein für die nächsten Schritte nach vorne. 6. Persönliche Einstellung Viele Zauberkünstler setzen sich anfangs zu hohe Erwartungen und haben daher Angst, sich selbst und andere zu enttäuschen. Es gibt Schlimmeres, als bei einer Zaubervorführung einen Fehler zu machen. Dafür üben wir ja vor vertrauten Menschen und selbst wenn mal bei einer bezahlten Vorführung etwas schief geht – Fehler sind menschlich und niemand wird Ihnen deshalb den Kopf abreißen. Seien Sie also nicht zu streng mit sich selbst und sehen Sie gemachte Fehler als Chance, daraus zu lernen. 7. Entspannung gegen Nervosität Ob Meditation, Selbsthypnose oder sehr einfache und schnelle Entspannungsübungen – es gibt genug Möglichkeiten, den eigenen Körper und Geist vorübergehend herunterzufahren. Falls Sie also ein Problem mit Nervosität haben, planen Sie sich vor dem Auftritt etwas mehr Zeit für die Entspannungsmethode Ihrer Wahl ein. Das waren jetzt nur ein paar einfache allgemeine Tipps zur Bewältigung der eigenen Nerven, doch am Ende lässt sich nur sagen: Just do it! Jeder muss sich seiner Angst stellen, um sie schließlich abzulegen und mit immer wachsender Erfahrung lässt sich die eigene Nervosität mit der Zeit automatisch...

Geschichte und Hintergründe der mechanischen Geduldsspiele

am Jan 15, 2020 in Wissenswertes

Das mechanische Denkspiel entstand zwischen dem achten und vierten Jahrhundert vor Christus. Bei solchen Spielen geht es darum, die Lösung des Rätsels durch Manipulation des Objekts zu erzielen. Die mechanischen Rätselobjekte sind für einen Einzelspieler konzipiert. Es handelt sich um sogenannte Solitärspiele. Der Spieler muss das Prinzip durchschauen, um zur Lösung zu gelangen. Bekannte und beliebte mechanische Knobelspiele dieser Art sind die Hanayama Huzzle Puzzles und der Rubik’s Cube. Die Geschichte des mechanischen Knobelspiels Das Tangram Das Tangram war das erste überlieferte mechanische Denkspiel. Es entstand zwischen dem achten und vierten Jahrhundert vor Christus in China. Es handelt sich um ein Legespiel aus sieben geometrischen Formen wie Dreiecken, Parallelogrammen und Quadraten. Die Formen sind durch das Zerschneiden eines großen Quadrats entstanden. Mit den Plättchen, die oft verschiedene Farben besitzen, können zahlreiche Formen und Figuren wie Tiere oder Schiffe gelegt werden. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Seinen Weg nach Europa und Amerika fand das Spiel um 1813 und wurde dort zu vielen neuen Varianten weiterentwickelt. Ab 1882 produzierte die Firma Richter die Anker-Puzzles, eine Reihe an Spielen, die das Tangram-Prinzip beinhalteten. Das Stomachion Aus dem 3. Jahrhundert vor Christus stammt ein weiteres mechanisches Knobelspiel, das aus dem Stomachion, einer Schrift des Archimedes bekannt ist. Das Spiel wurde ebenfalls Stomachion oder Elefantenpuzzle genannt. Es handelt sich um ein geometrisches Legespiel ähnlich dem Tangram. Bei dem Stomachion sind 14 geometrische Formen vorhanden, die auf verschiedene Weise ein Quadrat ergeben und mit denen zahlreiche weitere Figuren gebildet werden können. Es soll 536 Möglichkeiten geben, die Teile innerhalb eines Quadrats anzuordnen. Denkspiele & Knobelspiele kaufen Weitere historische mechanische Denkspiele Das 17. Jahrhundert brachte im Iran diverse puzzleartige Knobelspiele hervor. Die nächsten überlieferten mechanischen Geduldspiele stammen aus Japan. Eines dieser Denkspiele wurde 1742 erwähnt – das „Sei Shona-gon Chie No-Ita“. Das 15-Puzzle, das zwischen 1870 und 1880 erschien, gilt als unlösbar. Heutzutage findet man lösbare Varianten dieses Spiels. Ab dem Übergang zum 20. Jahrhundert wurden mechanische Denkspiele richtig beliebt. Bücher wurden veröffentlicht, die die Lösungen verschiedenster Knobelspiele beschrieben. Während zuvor solche Spiele hauptsächlich aus Holz, Keramik oder Elfenbein gefertigt waren, entwickelten sich zu dieser Zeit die Plastikvarianten, wodurch die Produktion der mechanischen Geduldspiele in die Höhe schoss. Die ersten Patente wurden um 1890 angemeldet. Ein Beispiel ist das Puzzle von Wilhelm Altenkruse, bei dem zwölf identische Teile zusammengefügt werden müssen. mechanisches Denkspiel: Cast Square Puzzle Die Varianten der mechanischen Geduldsspiele Mechanische Knobelspiele können verschiedenen Kategorien zugeordnet werden. Die Kategorien unterschieden sich je nach Prinzip, das für das Puzzle erdacht wurde. So existieren Puzzle, deren Herausforderung darin besteht, sie richtig zusammenzusetzen sowie Puzzle, die auf eine bestimmte Art und Weise auseinandergenommen werden müssen. Weitere Kategorien sind die verzahnenden Objekte, die Entwirrspiele sowie die Drehpuzzles. Zusammensetzspiele In diese Kategorie fallen die Legepuzzles wie das Tangram-Denkspiel. Aus Einzelteilen wird eine Zielform erzeugt. Die Happy Cubes stellen eine dreidimensionale Variante dar. Durch Mustererkennung und richtiges Zusammensetzen wird ein dreidimensionaler Würfel erzeugt. Hoffmans Packproblem ist eine weitere interessante Variante, bei der 27 identische Teile in eine Box gepackt werden müssen, für die bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen. ZauberwürfelKnobelspiele aus HolzMechanische GeduldsspieleHanayama Huzzle Puzzles Auseinandernehmspiele Hierhin gehören die Metall-Knobelspiele, die auf eine bestimmte Art enthakt werden müssen. Geschick und Geduld sind hier gefragt, da es meist nur eine Möglichkeit gibt, die zur Lösung führt. Die Teile müssen in eine bestimmte Position gebracht werden und der richtigen Richtung entnommen werden, sonst ist der Mechanismus blockiert. Schachteln oder Kästen mit geheimen Öffnungsmechanismen sind weitere Beispiele für Knobelspiele zum Auseinandernehmen. mechanisches Knobelspiel: Cast News Puzzle Verzahnende Puzzle Bei verzahnenden Objekten ist das Ziel, das Puzzle zu zerlegen und gleich darauf wieder zusammenzubauen. Der chinesische Holzknoten ist ein bekanntes Geduldsspiel aus dieser Kategorie. Das Spiel ist umso schwieriger, je mehr Züge erforderlich sind, um das erste Teil aus dem Verbund zu lösen. Neben Würfeln existiert inzwischen eine Vielzahl an Formen und Figuren. Entwirrspiele Die chinesischen Ringe oder Vexiere sind zwei Beispiel für Entwirrspiele. Durch Knobeln müssen die Teile voneinander getrennt werden. Meist handelt es sich um Schnüre, die aus Metallringen herausgeführt werden müssen. Während leichtere Varianten durch Versuch und Irrtum gelöst werden können, ist bei den komplexen Puzzles, das Erkennen der Lösungsstrukturen essenziell. Drehpuzzles und der Rubik‘s Cube Drehpuzzles werden nicht zerlegt. Hier muss der Spieler die Puzzlekomponenten in einer bestimmten Art und Weise anordnen, um die Ausgangsposition wiederherzustellen. Schiebepuzzle sowie der Rubik’s Cube gehören in diese Kategorie. Den Rubik-Würfel kennt man auch als den klassischen Zauberwürfel. Das Knobelspiel wurde von dem Architekten Erno Rubik im Jahre 1974 entwickelt und gilt als das beliebteste und das am häufigsten verkaufte Spielzeug weltweit. Mittlerweile existieren Wettbewerbe, bei denen Spieler aus der ganzen Welt gegeneinander antreten. Das Ziel ist es, den Würfel in der kürzesten Zeit wieder in die Ausgangsposition zu überführen. Rubik’s Cube 3: Speedcube mit Anleitung und Zaubertrick Hanayama Huzzle Puzzles Die Hanayama Huzzle Puzzles existieren in verschiedenen Ausführungen. Hier gibt es Entwirrspiele sowie verzahnende Objekte, die auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt werden müssen. Ein Charakteristikum dieser Spiele ist das interessante und hochwertige Metalldesign. Von den Puzzles existieren über 40 Varianten in sechs Schwierigkeitsstufen. Seit vielen Jahren sind diese Puzzles beliebte Geduldsspiele, die sich zum Verschenken, Sammeln oder Tauschen eignen. elegantes Knobelspiel: Cast Harmony Puzzle Hanayama Cast Huzzle Puzzles...

Schwebe-Effekte gefragter den je!

am Jan 5, 2020 in Wissenswertes

Das Schweben ist ein Grundeffekt der Zauberkunst, man versteht darunter das scheinbar schwerelose Verhalten eines Gegenstandes. Es scheint so als wäre die Schwerkraft sowie die Trägheit eines Körpers gänzlich aufgehoben worden. Die Wirkung von Schwebeeffekten ist aufgrund der hohen Visualität äußerst stark. Dies ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass sie sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Schwebegimmicks gehören mittlerweile schon zum Standard Equipment fast eines jeden Zauberkünstlers. In der Zauberkunst unterscheidet man zwischen Freischweben (ohne Kontakt zum schwebenden Gegenstand) und Kontaktschweben (also Schweben mit Kontakt zum schwebenden Gegenstand). Diese beiden Gruppen unterteilen sich wiederum in jeweils zwei Unterarten, nämlich Schweben mit und ohne Bewegung. Diese Einteilung wurde von Ralf Wichmann in dem Buch „Schwebeeffekte für Tisch und Bühne“ vorgenommen und lässt sich wie kurz wie folgt zusammenfassen: Suspension: Freischweben ohne Bewegung Floatation: Freischweben mit Bewegung Contact Support: Kontaktschweben ohne Bewegung Animation: Kontaktschweben mit Bewegung Bei den Schwebetricks werden immer Hilfsmittel verwendet, meist sind diese für den Zuschauer unsichtbar, wie zum Beispiel: Unsichtbarer Faden, Magnete, Stützen, Drähte, Hebevorrichtungen und Druckluft. Es gibt aber auch Schwebetricks, bei welchen sichtbare Hilfsmittel verwendet werden, zum Beispiel bei der Besenschwebe. Die bekannteste Schwebeillusion ist die „Schwebende Dame“ oder auch „Schwebende Jungfrau“, hierbei handelt es sich um eine Levitation, bei der eine Dame frei zum Schweben gebracht wird. Ein weiterer bekannter Effekt ist die Zombie-Kugel. Hierbei handelt es sich um eine Kugel, die hinter einem Tuch auf sehr grazile Weise herumschwebt. Die Kugel kann durch geschickte Techniken sogar am Arm entlang und um den Zauberkünstler herum fliegen. Die Kugel wird mit einem langen stabilen Drahtbügel am Finger herum dirigiert. Die Zombiekugel konnte man schon oft im Fernsehen und bei Zahlreichen Zirkus-Vorführungen bewundern. Bei Schwebeeffekten ist neben dem sicheren Beherrschen der jeweiligen Technik auch etwas schauspielerisches Können nötig, denn nur wenn man mit der eigenen Körperhaltung und mit dem Gesichtsausdruck die zum Schwebeeffekt passenden Gesten und Bewegungen macht, wirkt der Effekt richtig. Andernfalls kann der Schwebetrick schnell „statisch“ aussehen und ermüdend wirken. Nicht umsonst gehören Schwebe-Effekte zur Königsdisziplin der...

Die Geschichte des Rubik’s Cube Zauberwürfels

am Dez 30, 2019 in Wissenswertes

Im englischen Sprachraum wird der Zauberwürfel als Rubik’s Cube bezeichnet, manche sagen einfach nur Rubiks Würfel dazu. Es handelt sich dabei um ein dreidimensionales Drehpuzzle. Wer hat’s erfunden? Sein Name ist Ernő Rubik. Der ungarische Bauingenieur und Architekt hat Rubiks Würfel im Jahre 1974 auf den Markt gebracht. Sechs Jahre später wurde Rubik’s Cube mit dem Sonderpreis „Bestes Solitärspiel“ als Spiel des Jahres 1980 ausgezeichnet. Wer den Rubik’s Cube zum ersten Mal in der Hand hält, fragt sich erst einmal: „Wie löst man das?“ Denn das Ziel besteht ja darin, den Würfel in seine Ausgangsstellung zurückzubringen, nachdem alle Seiten mehrfach in eine beliebige Stellung verdreht wurden. Doch bald befassten sich immer mehr „Spezialisten“ mit der Lösung der Aufgabe und entwickelten interessante Strategien, um die Rücktransformation sogar sehr schnell lösen zu können.     Kurze technische Beschreibung des Rubik’s Cube Der Zauberwürfel besteht aus 26 Unterwürfeln. Die sechs Mittelsteine jeweils in der Mitte jeder Würfelfläche sitzen dem Achsenkreuz in der Würfelmitte auf. Es ist also jeweils die Farbe des Mittelsteins, die dafür maßgebend ist, welche anderen Steine zu dieser Seite gehören. Sogar die Orientierungen der anderen Steine sind dadurch festgelegt. An den acht Ecken des Würfels grenzen jeweils drei Seiten mit drei Farben an. Kantensteine gibt es zwölf an der Zahl. Jeder von ihnen muss farblich auf zwei Seitenflächen abgestimmt werden.   Kommen wir nun zur Geschichte von Rubik’s Cube Ausgangspunkt war das schlechte räumliche Vorstellungsvermögen seiner Studenten, erläuterte der Erfinder einst während einer Ausstrahlung von „Der große Preis“. Aber räumliches Denkvermögen lässt sich trainieren, wusste Rubik, nur wie tut man dies am besten? Gewiss eignet sich ein dreidimensionales Geduldsspiel dazu und schon war Rubik’s Cube „geboren“. Geholfen hat ihm dabei ganz bestimmt sein großes Interessen an Bildhauerei und Gestaltung, denn fantasievolle Holzfiguren waren schon immer sein Steckenpferd gewesen. Im Jahre 1974 baute Rubik seinen ersten Zauberwürfel aus insgesamt 27 kleinen Holzblöcken. Zunächst versuchte er, die Bewegungen der Elemente mit elastischen Bändern umzusetzen, aber diese rissen doch zu leicht durch. Nun war sein scharfer Verstand gefordert, der ihn nicht im Stich lassen sollte. Er entschied sich für einen anderen Prototypen mit einem festen Mittelstück, das aus drei kurzen Achsen bestehen sollte, die alle rechtwinklig zueinander angeordnet sind. Das Kernstück musste so konstruiert sein, dass sowohl die Kantensteine als auch die Ecksteine über das Würfelzentrum zu verschieben waren. Der letzte Schritt war einfach, denn die Seiten der Elementarwürfel mussten nun nur noch sauber und geschickt mit farbigen Papierschnipsel beklebt werden und fertig war das Lehrmittel für die Studenten. Als Rubik nach den ersten Drehversuchen wieder den ursprünglichen Zustand herstellen wollte, kam er erst einmal an seine intellektuellen Grenzen. Später äußerte er sich über diesen Moment in etwa so: „Es schien mir wie ein Geheimcode zu sein, den ich da zwar gerade selbst erfunden hatte, doch zum Entschlüsseln fehlte mir die zündende Idee.“ Nach etlichen Versuchen gelang ihm dann aber doch die Rücktransformation, was für ihn mit einem angenehmen Gefühl von Freiheit verbunden war. In diesem Moment begriff er sogleich, dass sein bunter Würfel viel mehr ist als lediglich ein Lehrmittel, Grund genug, darauf ein Patent anzumelden. Tatsächlich erhielt Rubik am 28. Oktober 1976 für seinen Würfel ein ungarisches Patent mit der Nummer 170062 und schon im Dezember 1977 sollte die würfelförmige Eroberung der „kapitalistischen Welt“ beginnen. Zu dieser Zeit wurde nämlich ein Exemplar an das Unternehmen Pentangle in Großbritannien gesandt. In der weisen Erkenntnis, welches wirtschaftliche Potenzial in dem bunten Würfel steckte, erwarb diese Firma flugs eine Lizenz zu dessen Vertrieb in Großbritannien. Im Jahre 1979 vergab die ungarische Regierung die weltweiten Verkaufsrechte allerdings an „Ideal Toy Corporation“, dem US-amerikanischen Hersteller, der in Europa unter dem Namen „Arxon“ bekannt ist. Ideal Toy Corporation versuchte den Konflikt so zu lösen, dass Pentangle der Verkauf an Geschenkeläden, nicht aber an Spielzeuggeschäfte erlaubt wurde. Gehen wir in der Zeit aber noch einmal ein paar Jahre rückwärts. Zu Anfang waren in der Tat die Wissenschaftler von Rubik’s Cube begeistert. Gern erinnert man sich an jenen denkwürdigen internationalen Mathematiker-Kongress in Helsinki, bei dem gestandene Professoren stundenlang mit diesem Würfel spielten. Im Jahre 1979 wurde Rubik’s Cube dann auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt und im Juni 1980 konnte ihn jeder auch in der Bundesrepublik Deutschland (damals noch Westdeutschland und West-Berlin) kaufen. Seinen Verkaufshöhepunkt erreichte der Würfel im Jahre 1981. Ideal Toy Corporation kam mit der Produktion einfach nicht mehr hinterher, was schließlich gar nicht mehr nötig war, überschwemmten doch inzwischen fernöstliche Billigprodukte die Märkte. Allein bis zum Höhepunkt des Verkaufsschlagers waren schon ungefähr 160 Millionen Würfel über die Ladentische gegangen. Aber wer hoch steigt, kann bekanntlich auch tief fallen. Zu Beginn des Jahres 1982 brach die Nachfrage regelrecht ein, was übrigens sogleich viele andere Geduldsspiele mit in den Abgrund riss. Natürlich gab es schon vor Ernő Rubik schlaue Menschen, die sich mit ähnlichen Herausforderungen beschäftigt haben. Der Chemiker Larry Nichols bastelte bereits 1957 einen recht ähnlichen Würfel aus 2×2×2 Elementen, die von Magneten zusammengehalten wurden. Auch er ließ seinerzeit seinen Entwurf im Jahre 1972 patentieren. Wie kaum anders zu erwarten, führte dies zu einer Patentklage gegen jenes Unternehmen, das Rubik’s Cube in den USA vertrieb, die Nichols 1984 zunächst gewann. Doch schon zwei Jahre später wurde das Urteil zumindest teilweise aufgehoben.   Analog ist out – digital ist in Nichts bleibt vor der digitalen Revolution verschont, auch nicht so ein kleiner, bunter Würfel. Auf der CeBIT des Jahres 2009 wurde erstmalig eine digitale Würfelvariante mit Leuchtdioden und...