Zaubertricks auf humorvolle und kurzweilige Weise erklärt

am Mai 17, 2016 in Wissenswertes, Zauberkünstler

Dass Trickanleitungen nicht immer trocken und langweilig sein müssen beweist der Zauberkünstler Chris Mayhew. Sein humorvoller Stil ist unverkennbar und all seine Anleintungs-DVDs sind extrem witzig und kurzweilig. Die sonst oftmals übliche trockene Weise um Techniken und Tricks zu erklären ist Chris Mayhew völlig fremd. So hat man beim Betrachten seiner Filme kaum eine Minute in der man nicht mindestens einmal herzlich schmunzeln muss. Schon die erfolgreiche DVD namens „3hree Dee“ war damals ein echtes Paradebeispiel für eine kurzweilige Art der Trickanleitung. Diejenigen die Chris Mayhew nicht mochten, kamen allerspätestens mit der DVD „Safety“ voll auf ihre Kosten, denn dort ist zu sehen, wie Chris in einer düsteren Gasse als „Dank“ für seine schlechte Vorführung eines Close-Up Tricks zuerst ausgeraubt und anschließend brutal verprügelt wird. Auch hieran ist schön zu erkennen, dass Chris Mayhew mit einer großen Portion Selbstironie an seine Projekte heran geht und dass dieser Typ auch über sich selbst lachen kann – eine sehr sympathische Eigenschaft. Einen absoluten Höhepunkt in Chris Mayhews Schaffenswerken stellt zweifellos die englischsprachige DVD „A Series of Unfortunate Effects“ dar. Hier tritt Chris mit Unterstützung einiger anderer bekannter Magier als Schauspieler in Aktion und liefert einen sehr lustigen Spielfilm mit kurzweiliger Handlung. Im Laufe des Films werden während der unterhaltsamen Handlung eine Menge Zaubertricks entschlüsselt und man lernt als Zuschauer ganz nebenbei einige tolle Kartentricks. Wer auf humorvolle, lustige Trickanleitungen und unterhaltsame Zaubervorführungen steht, der sollte sich den Namen „Chris Mayhew“ unbedingt...

Rubber Cement – was ist das und wofür wird es benötigt?

am Mai 11, 2016 in Wissenswertes

Rubber Cement ist ein Spezialklebstoff auf Basis von Naturkautschuk. Dieser elastische Montagekleber kommt in erster Linie im grafischen Bereich zum Einsatz und wird unter Anderem dazu verwendet, um Papier, Pappe, Karton, Folien und ähnliche Materialien zu verkleben. Eine besondere Eigenschaft von Rubber Cement ist, dass sich die miteinander verklebten Teile nicht verziehen und nicht wellen. Materialien die einseitig mit Rubber Cement bestrichen werden können nach dem Verkleben wieder voneinander gelöst werden. Eine festere Verbindung wird durch beidseitigen Klebstoffauftrag erreicht. Warum nun der Rubber Cement gerade im Bereich der Zauberkunst besonders häufig zum Einsatz kommt bzw. in vielen Effekten gar nicht mehr wegzudenken ist, wird klar, wenn man sich einmal die Anwendungsmöglichkeiten ansieht. Rubber Cement kann in der Zauberkunst z.B. für folgendes eingesetzt werden: Herstellung von Trickumschlägen und Trickkuverts. Der Rubber Cement wird z.B. auf eine geheime Öffnung des Kuverts aufgetragen, die präparierte Fläche bleibt dann klebrig; so kann der Umschlag während der Vorführung befüllt und danach durch einfaches Zusammendrücken wieder verschlossen werden (z.B. bei Card to Envelope). Die frisch verklebte Stelle kann vom Zuschauer dann nicht mehr als geheime Öffnung entlarvt werden, da diese fest verschlossen ist. Herstellung von Trickkarten. Jeder der schon einmal eigene Trickkarten hergestellt hat, kennt das folgende Problem: Man spaltet mehrere Karten und schneidet in mühevoller Kleinarbeit die benötigten Teile zurecht, anschließend werden die Teile dann zu einer Trickkarte zusammen geklebt und… es hält nicht oder die Karte wellt sich und wird krumm. Mit Rubber Cement lässt sich dieses Problem größtenteils umgehen, denn dieser Klebstoff krümmt das Papier kaum und die Klebeverbindung ist sehr elastisch. Rubber Cement wird auch für den Effekt „Nadel durch Arm“ verwendet (hierbei ist allerdings darauf zu achten, dass Rubber Cement Lösungsmittel enthält, die nicht für die Anwendung auf der Haut gedacht sind.) In der Praxis wird einfach ein ausreichend großer Bereich auf dem Unterarm mit Rubber Cement bestrichen… anschließend kann die Haut an dieser Stelle „zusammengefaltet“ werden wodurch sich in der Haut eine Falte bildet. Sofern alles gut gemacht ist, ist die Falte nahezu unsichtbar – daher sieht der Effekt so realistisch aus, denn an der unsichtbaren Hautfalte kann gefahrlos und völlig schmerzfrei eine Nadel hindurch geschoben werden. Rubber Cement gibt es von verschiedenen Herstellern. In den USA sind die Marken „Ross“ und „Elmers“ sehr verbreitet diese sieht man auch in vielen amerikanischen ZauberDVDs. Früher gab es die Marken „Ross“ und „Elmers“ auch in Europa, jedoch ist der Import zunehmend schwieriger geworden wodurch die Preise zunächst stiegen und letztendlich eben diese Marken fast gänzlich aus Europa verschwanden. Grund hierfür ist die Tatsache, dass Rubber Cement leicht entzündlich ist und daher beim Transport aus den USA nach Deutschland als „Gefahrgut“ deklariert werden muss (zumindest sofern per Luftfracht befördert wird) – das lässt die Versandkosten massiv ansteigen und bereitet in der Zollabwicklung Probleme. Zum Glück ist man nicht auf den importierten Rubber Cement angewiesen, denn in Deutschland gib es die Firma „Marabu“ – diese Firma produziert weltweit den hochwertigsten Rubber Cement nach deutschem Qualitäts-Standard. Der Rubber Cement von Marabu ist unter der Artikelbezeichnung „Fixo Gum“ erhältlich und dieser Spezialklebstoff hat sich im Bereich der Zauberkunst als nahezu ideal herausgestellt. Eine klassische Anwendungsmöglichkeit von Rubber Cement ist der Effekt Extreme Burn von Richard Sanders – hierbei wird der Rubber Cement zum Bau eines speziellen Gimmicks...

Anwendung eines Daumenschreibers bzw. Boonwriters

am Mai 10, 2016 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Daumenschreiber und Boonwriter sind sog. „Swamis“… in der Zauberpraxis werden diese in erster Linie im Bereich der Mentalmagie angewendet. Dabei geht es i.d.R. darum, eine Nachricht oder eine Vorhersage so auf einen Zettel zu schreiben, dass der Zuschauer es weder sieht noch irgendwie bemerkt. Ein „Swmai“ macht das möglich, denn dieser ist vereinfacht gesagt ein „Schreiber“, der am Finger befestigt wird. Entscheidend für den Erfolg ist bei der Anwendung eines Swamis immer die Art und Weise der Anwendung. Als einfaches Beispiel kann man sich zunächst folgenden Grundeffekt vorstellen: Sie geben Ihrem Zuschauer einen Zettel und einen Stift. Sie selbst haben auch einen Zettel und einen Stift in der Hand. Sie fordern den Zuschauer auf, eine beliebige Zahl verdeckt auf den Zettel zu schreiben. Gleichzeitig deuten Sie an, ebenfalls eine Zahl auf den Zettel zu zeichnen. Dann legen Sie und auch der Zuschauer den Stift beiseite. Der Zuschauer darf den Zettel zuerst umdrehen, gleichzeitig kommt der Swami zum Einsatz… Wenn Sie Ihren Zettel umdrehen, steht dort genau die gleiche Zahl wie auf dem Zettel des Zuschauers – eine wundersame Übereinstimmung! So zunächst die trockene Theorie… denn dieser Grundeffekt wird zwar in der Zauberpraxis immer wieder mit großem Erfolg vorgeführt, allerdings nicht so trocken wie oben beschrieben. Würde man den Effekt genau so vorführen wie eben beschrieben, so würde man dabei schnell in die Gefahr kommen, das Publikum zu Tode zu langweilen. Deshalb ist es wichtig, diesen Grundeffekt mit Atmosphäre, eine Vortrag und eventuell mit Reizen wie Feuer, Rauch oder Licht anzureichern. Wichtig ist nur, dass die gesamte Präsentation zur eigenen Person passt, denn nur so wirkt der Effekt glaubwürdig. Eine umfangreiche Tricksammlung mit vielen Anwendungsbeispielen zum Thema „Daumenschreiber und Boonwriter“ ist z.B. die DVD-Collection „13 Steps to Mentalism“ – hierbei handelt es sich um die Verfilmung der bekannten und längst nicht mehr erhältlichen Bücher von Corinda. Mit diesem Meisterwerk der Mentalmagie kann man sich sehr schnell einen Überblick verschaffen, wass mit einenm Daumenschreiber so alles möglich...

Plastik-Karten können splittern

am Mai 4, 2016 in Wissenswertes

Das Plastikkarten sehr beständig und haltbar sind, ist durchaus wahr. Wo bei normalen Papier-Spielkarten nach einem langen Pokerabend schon einmal Verfärbungen, Eselsohren oder Kratzer vorhanden sind, kann man i.d.R. bei Kunststoffkarten noch nicht einmal den geringsten Verschleiß beobachten. Ein Praxistest hat gezeigt, dass ein Plastikkartenspiel noch immer wie neu aussieht auch wenn es bereits 10 mal länger verwendet wurde, als es jedes normale Papier-Kartenspiel aushalten würde. Wenn man eine Spielkarte aus Kunststoff massiv hin und her biegt, geht sie trotzdem nicht aus der Form und Verfärbungen bilden sich an den Kanten unter normalen Umständen auch nicht. Demnach ist ein Kunststoff-Kartenspiel nahezu unverwüstlich – allerdings gibt es eine kleine Einschränkung! So stabil und elastisch eine Plastikkarte auch sein mag, bei einem heftigen Schlag splittert nahezu jedes Model. Wenn man eine Kunststoffspielkarte zum Beispiel sehr heftig auf einen Tisch wirft, kann dies schon dazu führen, dass eine Ecke absplittert und die Karte komplett zerstört ist. Unter ungünstigen Umständen kann es auch schon genügen, wenn man ein geschlossenes Päckchen Kunststoff-Spielkarten auf einen Stein- oder Fliesenboden fallen lässt – wenn das Päckchen ungünstig mit einer Ecke auftrifft, wirken Stauchungskräfte die punktuell groß genug sind um die Karte zu zerreißen. Ärgerlich ist es dann natürlich, wenn man das Kartenpäckchen öffnet und plötzlich eine Hand voll Plastiksplitter hält. Dennoch haben Plastikkarten einen großen Vorteil gegenüber Papierkarten, denn man kann diese nicht so einfach zinken. Ein alter Poker-Trick ist es, mit dem Fingernagel eine kleine Ritze in die Karte zu drücken – man spricht dabei von einem so genannten „Crimp“ – das ist bei einer Papierkarte ganz einfach, hingegen bei einer Kunststoffkarte nur unter erheblichem Kraftaufwand möglich. Das ist auch ein Grund dafür, dass Kunststoffkarten oftmals bei professionellen Pokerrunden eingesetzt...