Richtiges Sprechen Teil 3: Magie echt verstehen – Spannende Zaubergeschichte statt sinnloses Gestammel

am Mrz 19, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Wie wir schon gehört haben, wirkt Stimme nur, wenn sie verstanden wird. Auch in der Magie. Doch was hilft die deutlichste Aussprache, wenn plötzlich der Text weg ist? Wenn man sich nicht mehr daran erinnert, was auf der Tonspur als nächstes kommen sollte? Texthänger sind auf der Bühne ebenso fatal wie unverständliches Gebrabbel – denn in beiden Fällen kommt die magische Geschichte, das Abenteuer Zauber, nicht voll zur Geltung. Was also tun, um absolut textsicher zu werden?   Stufe I: Auswendiglernen – ob wir wollen oder nicht   Egal ob im Alltag oder im Beruf – ständig müssen wir uns Daten, Fakten und Zahlen merken. Das Problem dabei: Unser Gehirn ist eigentlich nicht dafür gemacht. Eigentlich will unser Gehirn darüber nachdenken, wie wir uns Nahrung beschaffen können und überleben. Nicht, welche Textzeilen und Zahlenkolonnen wir als nächstes brauchen. Auswendiglernen – nicht so das Ding unseres Gehirns. Daher müssen wir das immer wieder üben. Wiederholung ist das „Zauberwort“. Je öfter wir etwas wiederholen, desto mehr merkt unser Gehirn, dass dieser Text, diese Zahlenkombination wichtig ist. Es schafft Verknüpfungen – und merkt sich das Gelernte. Das heißt konkret: wiederholen, so oft wie möglich. Am besten lässt man es dabei langsam angehen. Jeden Tag 20 Minuten sind effektiver als einmal am Stück eine Stunde. Das Gelernte sollte am Anfang regelmäßig, also täglich, wiederholt werden. Will man es dauerhaft im Gedächtnis behalten, so muss es auch langfristig wiederholt werden. Die Pausen dazwischen können dann allerdings größer werden.   Stufe II: Üben mit allem Drum und Dran   Sobald der Text einigermaßen sitzt, kann „Stufe II“ in Kraft treten. Das heißt, nun sollte die Gesamtsituation betrachtet werden. Auf der Bühne wird nicht nur gesprochen, es wird auch gezaubert. Unser Gehirn muss nicht nur den Text abrufen können, sonder muss gleichzeitig in der Lage sein, die richtigen Handgriffe bzw. Zaubertricks, passend zum Text, abrufen zu können. Stichwort Multi-Tasking. Auch das will gelernt sein. Das bedeutet, Text und Handgriffe zu kombinieren. Dafür sollte ein bisschen Zeit eingeplant werden. Zur Vorbereitung kann man seine Textsicherheit nochmal mit Tricks wie Jonglieren und gleichzeitigem Text Aufsagen testen. Klappt das, sitzt der Text. Und dann geht es an die tatsächliche Routine. Am Besten auch hier in kleinen Einheiten üben und die Routine mit Text in regelmäßigen Abständen mal in Teilen, mal komplett durchexerzieren. So steht dem magischen Traum-Effekt nichts mehr im Weg. Und das Publikum wird begeistert sein! Denn so strahlen wir Sicherheit und Kompetenz aus. Wir können die Geschichte lebhaft,  spannend und emotional vortragen und sie so richtig auskosten. Das magische Abenteuer kann...

Richtiges Sprechen Teil 2: Die richtige Aussprache für zauberhafte Momente

am Feb 14, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Stimme wirkt – wenn sie verstanden wird. Eine nuschelige Aussprache hat schon so manchen Abend gekillt.  Mal wird eine witzige Pointe nicht verstanden, mal fällt ein spannender Hinweis der Aussprache zum Opfer. Und schwups, ist die magische Geschichte nur halb so interessant. Auch wenn die meiste Arbeit die Magie macht, ein bisschen Entertainment muss sein. Und dafür ist eine deutliche Aussprache extrem wichtig. So folgt nun die Lektion 2:   Dialekt oder Hochdeutsch?   Eine Frage, die die Gemüter mitunter stark erhitzt. Ein lokaler Anklang ist natürlich sympathisch, schafft Nähe und Vertrauen.  Allerdings nur, wenn der eigene Dialekt mit dem Lokalkolorit übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall können grobe sprachliche Hürden die Folge sein. Dialekt ist etwas Wunderbares, schafft allerdings auch Probleme. Daher empfiehlt es sich bei Bühnenshows auf Hochdeutsch zurückzugreifen. Man darf hören, woher Sie kommen, auf allzu regional geprägte Ausdrücke sollten Sie der allgemeinen Verständlichkeit halber jedoch verzichten. Zumindest wenn Sie möchten, dass Sie auch außerhalb Ihrer Ortsgrenzen noch ohne Schwierigkeiten verstanden werden.   Die Nuschel-Falle   Mal ist es die Aufregung, mal die Leidenschaft, die uns einzelne Buchstaben oder auch mal ganze Wörter verschlucken lässt. Nicht schlimm, solange es nicht dauernd passiert. Denn nuscheln schadet der Bühnenshow durchaus, lässt sie doch wichtige Satz-/Wortelemente verschwinden, die uns eigentlich helfen sollen, eine bestimmte Stimmung im Publikum aufzubauen. Daher sollten wir immer mal wieder daran arbeiten, unsere Aussprache so sauber wie möglich zu gestalten. Ein paar einfache Übungen können dabei schon Wunder wirken: Der berühmt-berüchtigte Korken Es ist kein Geheimnis mehr, aber nach wie vor wirksam: Man nehme einen alten Korken, klemme ihn zwischen die Lippen oder zwischen die Zähne, und versuche einen Text so sauber wie möglich zu lesen. Nach ein paar Übungseinheiten klappt das bald recht gut und die Aussprache wird insgesamt durch diese Übung automatisch immer deutlicher. Zungenbrecher als Show-Warm-Up Bevor es auf die Bühne geht, haben sich Zungenbrecher als Warmmacher bewährt. Einfach ein paar der widerspenstigen Wortspiele aufsagen, versuchen dabei keine Fehler zu machen,  und dann mit gelöster und aufgewärmter Zunge auf die Bühne. Auch damit wird die Aussprache um einiges klarer. Lautmalerei Nicht zuletzt hilft es auch, Worte mit ähnlichen Lauten aufzusagen – hintereinander. Z. B. Nachtisch-Nachttisch-Nachtlicht, oder Anstalt-anstatt-Altstadt. Suchen Sie sich derartige Beispiele zusammen und üben Sie immer wieder deren Aussprache. Das schärft die Aufmerksamkeit für einzelne Konsonanten und sorgt ebenfalls für eine bessere Aussprache. Nicht zuletzt gilt wie überall: üben, üben, üben. Schenken wir unserer Sprache regelmäßig etwas Aufmerksamkeit, werden sich schon nach kurzem erste hörbare Erfolge einstellen. Bleiben wir dran, wird es unsere Sprache immer wieder schaffen, großartige Emotionen und Stimmungen hervorzurufen und gute Geschichten abzuliefern. Also an die Korken, fertig,...

Richtiges Sprechen Teil 1: Tempolimit auf der Bühne

am Jan 27, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Stimme wirkt, Stimme macht Stimmung, Stimme schafft Abenteuer. Ob auf der Bühne oder privat: Stimme ist Kommunikation pur. Sie schafft Spannung, Witz, sorgt für Gänsehaut und emotionale Momente. Stimme ist das A und O. Gerade auf Bühnen, bei Shows, ist die Stimme ein zentrales Element. Sie schafft Raum für intensive magische Erlebnisse. Umso wichtiger ist es, sie gekonnt einzusetzen. Lektion 1: Das Sprechtempo:   Gas geben, aber Tempolimits beachten!   Mit unserer Stimme verfolgen wir ein Gesamtziel. Wir wollen auf der Bühne unterhalten, den Zuschauer in unsere Welt einlullen. Das erreichen wir am besten mit einem abwechslungsreichen, vielfältigen Sprechtempo. Langsame Passagen sind genauso notwendig wie rasch gesprochene Einheiten. Eine gute Mischung aus Schneckentempo und Affenzahn hält die Zuschauer bei Laune und baut Sprachwelten auf, die Lust machen, darin zu verweilen. Eine gesunde Mischung aus Zeitraffer und Zeitlupe. Wer allein darauf setzt, durch bewusst langsames Sprechen sehr deutlich und gewählt zu klingen, nimmt einer Geschichte jegliche Dynamik, lässt kaum Spannung und damit keinerlei Stimmung aufkommen. Wie so oft muss es ein gesunder Mix sein. Viele Informationen in kurzer Zeit übermitteln – das geschieht meist durch ein erhöhtes Tempo. Überfordert viele Zuschauer aber langfristig. Genauso überfordert werden sie jedoch durch ein zu langsames Tempo. Es verlangt den Zuschauern viel Aufmerksamkeit ab. Was schnell ermüdend wirkt. Und ebenfalls auf lange Sicht nicht zum Ziel führt. Bei beiden Varianten schalten die Zuschauer irgendwann ab, gehen auf Abstand und schalten gefühlsmäßig auf Abwehr. Sie haben nicht das Gefühl, unterhalten zu werden, da sie sich viel zu sehr konzentrieren müssen. Daher ist ein Tempowechsel notwendig. Bringen Sie Leben in Ihre Erzählungen, in dem Sie mit dem Tempo spielen, werden Sie kreativ und denken Sie immer daran, wie Sie gerne unterhalten werden, welches Tempo Ihnen gefällt, mit welchem Tempo Sie sich wohlfühlen. Machen Sie Testaufnahmen von Ihren Erzählungen, prüfen Sie, was in Ihren Ohren spannend und abwechslungsreich klingt und überprüfen Sie, ob Sie sich jederzeit folgen können. Haben Sie alles verstanden? Haben Sie aufmerksam zugehört? Fanden Sie es unterhaltsam? Wenn Sie selbst nicht ganz zufrieden sind, könnte es sein, dass auch Ihr Publikum später bei der ein oder anderen Passage Schwierigkeiten hat. Wie so oft macht Übung den Meister. Experimentieren Sie und Sie werden feststellen, welche Dynamik und Intensität die eigene Stimme entwickeln kann – rein durch die Kraft des...

Bicycle Spielkarten – die Marke mit Tradition

am Jan 26, 2017 in Wissenswertes

Bicycle Spielkarten sind die bekanntesten Karten auf der Welt. Das Wort „Bicycle“ bezieht sich auf das Rückenmuster, in dem je nach Ausführung entweder Fahrrad fahrende Engel oder Speichenräder abgebildet sind. Es gibt die unterschiedlichsten Ausführungen von Bicycle Karten, zunächst unterscheidet man Bridge- und Poker-Format. Die Bridge Karten sind etwas schmäler als die Pokerkarten und spielen eine eher untergeordnete Rolle. Bicycle Karten sind meist im Pokerformat. Die vielseitigsten Unterschiede gibt es im Design – es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und mit den unterschiedlichsten Aufdrucken. Die meistverkauftesten Karten der Welt und somit das Standard-Kartenspiel schlechthin sind die so genannten Bicycle Poker 808 Cards. Die Zahl „808“ ist Bezeichnung für die Standard-Ausführung im Pokerformat (52 Karten + zwei Joker) mit normalen Indexen. Bicycle Spielkarten haben eine lange Tradition, die ersten wurden 1887 produziert. Damals war das Fahrrad frisch erfunden worden und es verbreitete sich schnell in der Bevölkerung. Dann entschied sich die Firma „Russel & Morgan Co.“ (damals Vorgänger der heutigen U.S. Playing Card Co.) ein Kartenspiel in höchst möglicher Qualität aus dem besten Papier und mit idealer Oberfläche zu produzieren. Man suchte sowohl nach einem Namen als auch nach einem Design für die Rückseite der Karten und befragte dazu die Mitarbeiter. Ein Mitarbeiter (Drucker) machte den Vorschlag mit den Fahrrädern, dies sorgte sofort für Begeisterung. Die Karten wurden dann „Bicycle“ (engl. für Fahrrad) genannt. Auch heute noch gibt es die Bicycle Cards und voraussichtlich wird es sie auch in mehreren hundert Jahren noch geben. Zwar hat sich das Kartendesign inzwischen mehrmals verändert, aber trotzdem sind die Karten auf eine Art unverkennbar geblieben. Heute sieht man auf der Rückseite der Bicycle Spielkarten zwei Fahrrad fahrende Engel sowie ein verschnörkeltes Muster. In jeder Ecke ist ebenfalls jeweils ein Engel abgebildet. Auf den beiden Jokern ist auch ein Fahrradfahrer (der Joker selbst) abgedruckt. Fast überall gibt es die Bicycles – bei SteMaRo-Magic.de finden Sie die preiswertesten Bicycle Poker 808 Spielkarten überhaupt, billiger gibt es die Karten nirgendwo. Noch immer steht der Name „Bicycle“ für hochwertige Spielkarten aus bestem Papier und mit hochwertigem Oberflächenfinish. Bicycle 808 Spielkarten sind die beliebtesten Spielkarten der ganzen Welt! Die zahlreichen Abwandlungen wie zum Beispiel das Ghost Deck oder das Black Tiger Deck haben die Marke noch bekannter und berühmter gemacht. Als Zauberkünstler kommt man um diese Karten nicht mehr...

Theorie-Workshop: Wie man Zaubertricks und Zauberkunst richtig übt

am Jan 19, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

In der Zauberkunst gilt dieselbe Regel wie in allen anderen Kunstformen auch: „Übung macht den Meister“. Ein Zauberkünstler kann nur leider nicht genauso üben wie jemand, der ein Instrument spielt, da er in der Regel häufig mit seinem Publikum interagiert. Das lässt sich alleine natürlich schlecht üben und stellt Einsteiger häufig vor Probleme. Denn nur weil ein Kunststück vor dem Spiegel super klappt, heißt das noch lange nicht, dass es bei menschlichem Publikum funktioniert und gut ankommt. Aber wie übt man schließlich richtig? Man kann ja schlecht aus Fehlern lernen, wenn man sich dafür jedes Mal beim Publikum blamieren muss. Wir stellen Ihnen fünf einfache Schritte vor, in denen Sie Ihre Routine nach und nach perfektionieren können.   Schritt 1: Tricktechnik und Skript   Zuerst müssen Sie sich ihr Kunststück natürlich gut einprägen und stets wissen, welcher Griff als nächstes kommt. Dasselbe gilt für Ihre Präsentation bzw. für das Skript. Üben Sie die Griffe und Ihren Vortrag solange, bis Sie den Effekt ohne Unterbrechungen und technische Mängel für sich selber vorführen können.   Schritt 2: Zaubern für den Spiegel   Der Spiegel sollte Ihr erster Zuschauer sein. Versuchen Sie, Ihr neues Kunststück samt Skript für Ihren Spiegel vorzuführen. Das ist am Anfang vielleicht ein komisches Gefühl, hilft aber enorm, Routine in die Techniken und in das Skript zu bringen. Achten Sie dabei genau auf Ihre Griffe. Führe ich sie flüssig aus? Sieht man etwas blitzen? Sieht etwas unnatürlich aus? Auch Ihre Gestik und Mimik lässt sich durch regelmäßiges Üben vor dem Spiegel schnell verbessern.   Schritt 3: Zaubern für die Kamera   Ihr Spiegel ist ein tolles Tool zum Üben, sagt Ihnen aber tatsächlich nicht immer die Wahrheit. Denn unterbewusst sieht man an kritischen Momenten ab und zu weg, beispielsweise bei einem schwierigen Griff. So sieht das Kunststück vielleicht im Spiegel gut aus, in der Realität kann das jedoch ganz anders aussehen. Deswegen ist es immer gut, seine Darbietung mit einer Videokamera aufzunehmen. Die Kameramethode bietet gegenüber dem Spiegel zudem den Vorteil, dass Sie sich voll und ganz auf Ihr Kunststück konzentrieren können und nicht gleichzeitig im Spiegel nachprüfen müssen. Sehen Sie sich die Aufnahme an und notieren sich mögliche Ungereimtheiten. Das wiederholen Sie solange, bis sie mehrere tadellose Vorführungen eines Kunststückes auf Band haben.   Schritt 4: Das erste Mal vor Publikum   Das ist sicherlich der größte und schwierigste Schritt, den man als Zauberkünstler beim Übungsprozess antreten muss: Die eingeübte Routine das erste Mal vor menschlichem Publikum zu zeigen. Doch auch hierfür gibt es eine ganz simple Lösung. Suchen Sie sich drei vertraute Personen aus Ihrem Freundeskreis oder Ihrer Familie. Diese weihen Sie dann in das Übungsformat ein, so müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn etwas schief gehen sollte. Ihre vertrauten Zuschauer sollten Ihnen zudem ehrliches Feedback zur Darbietung geben, so können Sie es für fremdes Publikum optimieren. Wichtig ist, dass Sie nicht für nur eine Person zaubern, denn man muss lernen, das Kunststück für mehrere Personen gleichzeitig und für verschiedene Zuschauertypen vorzuführen.   Schritt 5: Die Feuertaufe   Im letzten Schritt wird das Kunststück im Härtetest unter die Probe gestellt. Sie führen es so oft wie möglich vor verschiedenen Zuschauergruppen vor, die nicht für Ihre Darbietung bezahlen. Das ist ganz wichtig, denn dieser Schritt gilt als Generalprobe für das Kunststück. Wenn hier noch etwas schief geht, ist es nicht weiter dramatisch. In einer bezahlten Vorführung auf einem gebuchten Auftritt ist das schon deutlich unangenehmer. Deswegen ist es sehr wichtig, diesen Schritt noch einmal durchzugehen, bevor Sie das Kunststück auf einem Auftritt ausprobieren. Hier zeigt sich auch die Praxistauglichkeit der Routine: Wie lange ist die Vorbereitung? Ist der Trick winkelsicher? Wie lange dauert der Reset? Mit jeder Performance werden sie vertrauter mit dem Effekt und sind so optimal auf zahlendes Publikum vorbereitet.   Abschließende Bemerkungen   Diese fünf Schritte sind ein mögliches Grundgerüst, mit dem man sein Repertoire als Zauberkünstler verfeinern kann. Doch natürlich lernt jeder anders und so kann auch dieses System abgewandelt und an die eigenen Präferenzen angepasst werden. Wer Kontakt zu professionellen Zauberkünstlern hat, sollte diese auf jeden Fall um Ratschlag bitten, denn diese können Ihnen aufgrund Ihrer Erfahrung mit Sicherheit ein paar nützliche Tipps zum Üben geben. Jame D. Grant beschreibt in seinem Buch „The Approach“ sein tolles Konzept „Magic Friday“, mit dessen Hilfe Sie schnellstmöglich Erfolg beim Üben einer Routine erzielen können – sehr lesenswert und in Kürze im SteMaRo-Magic Zaubershop...

Theorie-Workshop: Ambitious Card Routine

am Jan 17, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Die „Ambitious Card“ oder im Deutschen „Ehrgeizige Karte“ ist ein absoluter Klassiker der Kartenkunst und wird auch von den bekanntesten Profis seit Jahrzehnten mit großem Erfolg vorgeführt. Doch was macht die Routine zu einem derartig starken Zauberkunststück und welche Fehler sollte man vermeiden? Das beleuchten wir in diesem kurzen Theorie-Workshop.   Die richtige Präsentation der Ambitious Card   Auch bei der Ambitious Card gilt: Die Präsentation ist wichtiger als die Tricktechnik. Nimmt man bei diesem Zaubertrick die Präsentation weg, bleibt eine Spielkarte, die immer wieder nach oben wandert – ganz nett, aber nach dem zweiten Mal auch nicht mehr besonders. Deswegen sollte Sie sich eine tolle Präsentation ausdenken, die zu Ihrer Routine und zu Ihrem Charakter passt. Dabei ist es völlig egal, ob sie eine lustige Präsentation (z.B. die klassische ehrgeizige Karte, die auf Knopfdruck nach oben springt), oder eine ernstere Präsentation wählen (gesellschaftlicher Aufstieg demonstriert mit Spielkarten). Hauptsache sie passt zu Ihnen als Künstler und Sie fühlen sich damit wohl.   Struktur der Routine: „In der Kürze liegt die Würze“   Es gibt hunderte Griffe für die Ehrgeizige Karte. Deswegen neigen gerade Einsteiger gerne dazu, sämtliche Techniken aus dem eigenen Repertoire in ihre Routine einzubauen. Das Resultat ist nicht selten ein Kunststück mit etlichen Phasen, die mehrere Minuten dauert, jedoch keine sinnvolle Struktur enthält. Für den Zauberkünstler mag das befriedigend sein, ein Zuschauer empfindet dies aber schnell als langweilig und zäh. Deswegen ist es ratsam, die 4-5 besten und stärksten Phasen seines Repertoires auszuwählen und diese zu einer kurzen und unterhaltsamen Routine zu verschmelzen. Die Reihenfolge der gewählten Griffe ist hierbei entscheidend. Die verschiedenen Phasen sollten so angeordnet werden, dass sich das Kunststück von der Wirkung des Effekts stetig steigert. Am Anfang muss da etwas rumprobiert werden: Ordnen Sie Ihre Phasen so an, dass die Ihrer Meinung nach stärksten Effekte am Ende stattfinden. Dann testen Sie die Zuschauerreaktionen auf die einzelnen Effekte und bauen Ihre Routine gegebenenfalls um.     Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Struktur ist die Verschmelzung der verwendeten Techniken. Es ist aus tricktechnischer Sicht sehr wichtig, dass die einzelnen Phasen nahtlos ineinander übergehen können. Ein Beispiel: Wenn Sie in der dritten Phase einen Double Lift als Technik verwenden müssen, ist es ratsam in Phase 2 einen Griff zu verwenden, der Ihnen diese Ausgansposition für Phase 3 verschafft – zum Beispiel den Tilt-Move. Wenn Sie Ihre Techniken und Griffe nicht sinnvoll kombinieren, müssen Sie während der Routine ständig heimlich die nächste Phase vorbereiten. Das macht das Publikum skeptisch und lenkt von der Präsentation ab.   Das Finale der Ambitious Card Routine   Das Wichtigste eines jeden Kunststücks ist natürlich das Finale. Suchen Sie sich hierbei den stärksten Effekt aus Ihrem Pool als Finale aus. Die finale Phase sollte die Routine gut abrunden und dem Zuschauer klar signalisieren, dass das Kunststück zum Ende gekommen ist. Sie sollte dem Publikum außerdem am stärksten im Gedächtnis bleiben und der Anhaltspunkt für später erzählte Geschichten sein. Daryl beispielsweise wickelt das Kartenspiel zum Finale mit einem dicken Seil ein, was den Effekt absolut unmöglich macht – darüber wird auch lange nach der Show noch gesprochen.   Beliebte Fehler   Falschmischen: Vermeiden Sie den Fehler, das Spiel während der Routine zu mischen. Es ist verlockend, die Zuschauerkarte durch cleveres Falschmischen oben zu halten. Doch das zerstört den Kern des eigentlichen Kunststücks: Das magische Erscheinen der Karte oben auf dem Spiel. Wenn Sie das Spiel zwischendurch mischen oder abheben, bekommt der Zuschauer den Eindruck, dass die Karte durch Geschick nach oben gelangt. Wenn die Karte jedoch ohne jegliche sichtbare Manipulation des Spiels nach oben kommt, ist das wesentlich näher an echter Zauberei. Verwendung nicht-signierter Karten: Viele Anfänger scheuen sich davor, die Zuschauerkarte unterschreiben zu lassen, da hierdurch die Karte zerstört und das Spiel dünner und dünner wird. Oft werden deswegen Sticker verwendet, um die Karte ohne Schäden zu markieren. Machen Sie diesen Fehler bitte nicht. Dass der Zuschauer seine Karte signiert, ist aus mehreren Gründen essentiell für die Routine. Durch die Unterschrift ist für den Zuschauer zu 100% klar, dass seine Karte nach oben gekommen ist und kein Duplikat. Dadurch entsteht ein magischer Effekt und kein Puzzle, das erst mit der Untersuchung des Kartenspiels im Nachhinein zum Erfolg wird. Außerdem ist diese Spielkarte eine Investition für die Zukunft: Die Unterschrift macht die Karte zu einem persönlichen Gegenstand für den Zuschauer. Die Chancen steigen also, dass der Zuschauer die Spielkarte behält und aufhebt. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass die Zuschauer von Ihnen erzählen und so Ihren Bekanntheitsgrad und Ihre Chancen auf zukünftige Buchungen zu erhöhen.   Quellen für gutes Lehrmaterial   So, das war es soweit zu den wichtigsten Aspekten der Ambitous Card. Doch das war nur die Theorie, die jetzt in die Praxis umgesetzt werden muss. Dabei ist es wichtig, nur von absoluten Profis zu lernen und nicht etwa von Amateuren auf YouTube oder ähnlichen Plattformen. Nur von Profis lernt man die Techniken richtig und kann so ein tolles Kunststück auf die Beine stellen. Ein tolles Nachschlagewerk zum Plot ist zum Beispiel „Crash Course 2“ von Brad Christian und Ellusionist. Viel Spaß beim kreativen...

Tücher erscheinen lassen mit der Genie Tuchproduktions-Röhre

am Jan 10, 2017 in Wissenswertes

Tatsächlich ist es extrem einfach, auf der Bühne eine richtig große Menge an bunten Seidentüchern praktisch aus dem Nichts erscheinen zu lassen. Extra für diesen Zweck gibt es die so genannte „Genie Tuchproduktions-Röhre“ – dieses Bühnen-Requisit nimmt Ihnen die ganze Arbeit ab und bietet Ihnen zugleich eine Menge Möglichkeit. Fingerfertigkeit ist hierfür überhaupt nicht nötig, denn die Handhabung ist wirklich extrem einfach. Die Vorführung der Genie Tuchproduktions-Röhre lässt sich wie folgt beschreiben: Zunächst zeigen Sie Ihren Zuschauern eine Röhre aus Holz welche sich aufklappen lässt. Die Zuschauer können dabei ganz deutlich durch die Röhre hindurch und in die Röhre hinein blicken – somit kann jeder anwesende bestätigen, dass diese Holz-Röhre wirklich vollkommen leer ist. Anschließend klappen Sie die Röhre wieder zu, greifen mit der Hand von oben hinein und ziehen eine ganze Menge kunterbunte Seidentücher heraus. Ein farbiges Tuch nach dem anderen kommt zum Vorschein und flattert langsam auf den Bühnenboden, wo sich schließlich ein regelrechter Tücher-Haufen bildet. Sofort lassen Sie die Zuschauer erneut durch die Röhre hindurch blicken – wenn Sie wollen können Sie diese auch wieder aufklappen um jegliche Skepsis zu beseitigen. Kaum dass sich alle Beteiligten nochmals davon überzeugt haben, dass die Röhre völlig leer ist, klappen Sie diese wieder zu und ziehen sogleich weitere bunte Tücher in verschiedenen Größen...

Hintergrundinformationen zu Daniel Madisons Gamblers DVD-Set

am Jan 5, 2017 in Wissenswertes

Bei den Madison Gamblers handelt es sich um ein wirklich geniales Trickkarten-System. Es macht kompliziert aussehende Techniken einfach und umgekehrt lässt es einfach Techniken in den Augen der Zuschauer extrem schwierig aussehen. Die Madison Gamblers sind jedoch nicht für absolute Anfänger geeignet, denn es der richtige Umgang mit den Trickkarten erfordert schon ein wenig Übung. Die Madison Gamblers nehmen niemandem die Arbeit ab! Wer schon ein bisschen Erfahrung im Umgang mit Trickkarten hat, der kann die Madison Gamblers sehr gut dazu verwenden um das Publikum auf einfachste Weise sehr stark zu verblüffen – vor allem die Kritiker mit fachkundigem Blick. Die Madison Gamblers sind ein universell einsetzbares Requisit. Wer es nutzt, der entdeckt ganz schnell die Vielseitigkeit und eine Menge neuer Anwendungsmöglichkeiten. Zwar mag es auch immer Zauberer geben für die einzig und alleine die Fingerfertigkeit zählt und die der festen Überzeugung sind, dass Falschspielertechniken grundsätzlich nur mit ganz gewöhnlichen Karten vorgeführt werden dürfen. Sollte dies auch Ihre Meinung sein, so sehen Sie sich am besten die zweite DVD zuerst an und erfahren Sie dabei, was Alex Pandrea, Brad Christian, Tony Chang und viele andere zu diesem Thema sagen. Wer bei einem Trick nur die Technik an sich in den Mittelpunkt der Vorführung rückt, der hat den eigentlichen Zweck der Präsentation verfehlt, denn diese Einstellung geht meist zu Lasten der Zuschauerwirksamkeit und somit auch auf Kosten der Unterhaltung des Publikums. Was in Wirklichkeit zählt, ist einzig das, was von den Zuschauern wahrgenommen wird. Wahrnehmung ist Realität – oder wie Daniel Madison es ausdrückt: „Wenn es ein Kartenspiel gibt, das eine Technik 10 mal einfacher macht und mich 10 mal besser aussehen lässt, dann können Sie verdammt sicher sein, dass ich diese Karten verwenden...