Wichtige Sicherheitshinweise zum Spring-Hocker (Jumping-Stool)

am Mai 18, 2017 in Wissenswertes

Der Spring-Hocker ist ein reines Zauberrequisit und somit nicht dazu gedacht, um darauf zu herum zu sitzen. Aufgrund seiner völlig unverdächtigen Optik besteht für Laien grundsätzlich eine sehr große Verwechslungsgefahr mit einem normalen Hocker. Daher ist es wichtig, den Spring-Hocker niemals unbeaufsichtigt außerhalb der eigenen Reichweite herumstehen lassen. Bitte achten Sie immer darauf, dass sich niemand auf den Spring-Hocker setzt, denn die Verletzungsgefahr wäre sehr groß. Des Weiteren sollte stets darauf geachtet werden, dass das Publikum während der Vorführung einen Abstand von mindestens einem halben Meter zum Spring-Hocker hat und dass sich nichts direkt über dem Hocker befindet. Der Hocker hüpft bei der Vorführung senkrecht nach oben und hierfür ist eine freie „Flugbahn“ nötig. Tipp: Wenn Sie bei der Vorführung den Eindruck verstärken wollen, dass es sich hierbei um einen ganz normalen Hocker handelt, so können Sie natürlich jederzeit so tun also ob Sie sich auf den Spring-Hocker setzten. Hierzu gehen Sie einfach in die Hocke, ohne dabei die Sitzfläche des Hockers zu berühren. Alles was Sie dazu benötigen sind einigermaßen starke Beinmuskeln. Mit ein wenig Übung wird es für das Publikum so aussehen, als würden sie tatsächlich auf dem Spring-Hocker sitzen, auch wenn Sie sich tatsächlich lediglich auf den eigenen Beinen...

Insider-Tipp zum Effekt Miraculous Penetration

am Apr 20, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Der gute, alte Effekt bei dem eine Nadel oder ein Zahnstocher durch eine Streichholzschachtel gesteckt wird und  dann nach dem Öffnen der Lade ein massiver Messingblock zum Vorschein kommt, welcher die gesamte Schachtel ausfüllt… das kommt immer wieder gut an. Bekannt ist dieser Effekt unter dem Namen „Miraculous Penetration“ oder auch „Streichholzschachtel-Durchdringung“. Doch wer diesen Effekt kennt und schon des Öfteren vorgeführt hat, der kennt i.d.R. auch die folgenden Problematiken: Mit der Zeit läuft der Messingblock an – die Oberfläche oxidiert. Dadurch kann es sein, dass die Präparation plötzlich sichtbar wird. Die Lösung für dieses Problem ist ganz einfach; man muss lediglich die Oerfläche der Länge nach mit Stahlwolle abreiben. Dabei ist darauf zu achten, dass man ausschließlich in die Richtung reibt, in welcher auch die ursprünglichen Schleifrillen verlaufen. Dadurch wird die Oberfläche wieder blank und die Präparation wird wieder unsichtbar. Stahlwolle kann man für wenige Euro im Baumarkt erwerben. Ursprünglich wird der Messingblock meist mit einer Nadel aus Metall geliefert. Wenn man diese Nadel verwendet, so funktioniert zwar der Effekt einwandfrei, jedoch kann es passieren, dass der Messingblock verkratzt wird. In Einzelfällen wurde sogar die Schnittkante beschädigt, was letztendlich dazu führen kann, dass ein neues Gimmick fällig wird. Dieses Problem kann ganz einfach gelöst bzw. umgangen werden, indem man den Effekt einfach mit einem Zahnstocher aus Holz vorführt. Das funktioniert genau so gut und hat den Vorteil, dass der Messingblock in keiner Weise beschädigt werden kann. Da der Messingblock auch untersuchbar sein soll, muss sicher gestellt sein, dass sich die Mechanik nicht plötzlich öffnet. Dazu wurden die Blöcke i.d.R. so konstruiert, dass die Mechanik sehr schwergängig ist. So ist es für den Zuschauer unter normalen Bedingungen eigentlich nicht möglich, versehentlich das Geheimnis zu entdecken. Leider ergibt sich dadurch auf der anderen Seite ein kleines Problem – denn es kann vorkommen, dass man den Block bei der Vorführung versehentlich nicht fest genug zusammen drückt, so dass dieser nicht vollständig geschlossen wird. Das wäre dann natürlich ein fatales Ende für die Vorführung. Deshalb sollte man an dieser Stelle die Handhabung etwas umstellen und die Streichholzschachtel nach dem Herausziehen nicht einfach zwischen den Händen zusammen drücken, sondern einfach seitlich ein paar mal fest auf den Tisch klopfen. Dadurch wird der Messingblock vollständig und zuverlässig geschlossen und zugleich hört der Zuschauer, dass sich etwas Schweres in der Streichholzschachtel befindet. Mit diesen Tipps, dem Gimmick und etwas Übung hat man die beste Grundlage für eine schöne Vorführung. Die Streichholzschatel-Durchdringung Miraculous Penetration ist und bleibt ein beliebter und gern gesehener Klassiker der...

Tossed out Deck – Freiwillige nach vorne!

am Apr 12, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Eine bekannte Situation: für einen bestimmten Zaubertrick – zum Beispiel ein Mentaleffekt auf der Bühne – werden ein paar Freiwillige benötigt und wie das immer so ist, hat man ein recht passives Publikum erwischt und keiner meldet sich freiwillig… oder: man wählt für den Effekt ein paar Freiwillige, die auch gerne und bereitwillig mitmachen und der Effekt gelingt natürlich. Doch anstelle von großer Begeisterung geht eher die Meinung, alles sei vorher abgesprochen worden, durch das Publikum… Beide Beispiele sind zugegebenermaßen sehr negativ orientiert, können aber tatsächlich so eintreten und dass hat dann nicht zwangsweise mit einer falschen Art der Vorführung zu tun, sondern liegt einfach oft am Publikum. Natürlich liegt es nicht in der Natur des professionellen Zauberkünstlers, das einfach so hinzunehmen und einen Misserfolg zu riskieren, daher muss man sich schon im Vorfeld auf derartige Situationen einstellen und vorbereiten. Im Regelfall werden sowieso die Effekte an die Situation und an das Publikum angepasst, so dass man sich sozusagen schon im Vorfeld „rüstet“. Doch nun einmal konkret zur oben dargestellten Problematik – eine Lösung ist hierbei, die Zuschauer auf „schleichende“ Art einzubinden – praktisch so dass die „Freiwilligen“ es zunächst nicht bemerken, dass Sie schon mehr oder minder auf dem Weg zur Bühne sind. Erst wenn schon eine Interaktion zwischen Zauberkünstler und Zuschauer stattgefunden hat, wird er plötzlich und (für ihn) überraschend gebeten, auf die Bühne zu kommen. Das ganze macht es dem Zuschauer fast unmöglich, abzulehnen. Die folgenden Beispiele sollen die Thematik noch etwas verdeutlichen: Negativ-Beispiel: Der Zuschauer wird plötzlich und überraschend aufgefordert, mit zu machen oder gart auf die Bühne zu kommen. Dabei ist der Zuschauer für gewöhnlich überfordert und reagiert dann oftmals mit Ablehnung. Hier greift praktisch der Schutz-Instinkt – sofern das so ist, ist es nur noch schwer möglich den Zuschauer umzustimmen und ein „gutes Gefühl“ wird man dem Zuschauer unter diesen Bedingungen i.d.R. nicht mehr geben können. Daher sollte man von dieser „dreisten“ Art auf jeden Fall Abstand nehmen. Positiv-Beispiel: Der Zuschauer wird zunächst als Helfer für eine winzige Kleinigkeit eingebunden; zum Beispiel um eine Karte zu ziehen oder einen Gegenstand zu halten. Das Ganze soll so behutsam erfolgen, dass der Zuschauer sich nicht als „Bestandteil des Tricks“ fühlt. Währenddessen geschieht psychologisch beim betroffenen Zuschauer jedoch einiges, denn dieser bereitet sich i.d.R. unterbewusst schon darauf vor, noch irgendetwas tun zu müssen – und sei es auch nur das Aushändigen einer Karte. Wird der Zuschauer dann in freundlichem Ton um weitere Mithilfe gebeten, ist es für ihn selbst viel einfacher und angenehmer, denn er hat dabei für gewöhnlich nicht das Gefühl, „überfallen“ zu werden. Zwar sind diese Beispiele nur recht pauschal, da man in der Bühnenpraxis doch recht unterschiedliche Reaktionen erlebt, aber dieses genannte Verhaltensmuster ist doch relativ oft anzutreffen und daher eine ziemlich gute Grundlage für die Vorbereitung. Soweit, so gut, aber es bleibt noch die Tatsache, dass die Zuschauer hinterher immer behaupten könnten, alles sei abgesprochen gewesen. Aus diesem Grund sollte man auch hiergegen im Vorfeld eine Vorkehrung treffen. Möglichkeiten wären z.B.: man wählt einen Zuschauer, den die meisten anderen Zuschauer kennen und von dem man i.d.R. weiß, dass er eine Absprache nicht mitmachen würde. Bei größeren / wichtigen Veranstaltungen könnten dies zum Beispiel Personen wie Bürgermeister, Gastgeber oder Chefs sein. oder aber man lässt den Zufall entscheiden, so dass es praktisch jeden Zuschauer hätte treffen können. Eine gute Möglichkeit, Zuschauer per Zufall auszuwählen, ist z.B. der Effekt „Tossed Out Deck von Gazzo„. Hierbei handelt es sich um ein Kartenspiel, das mit einem Gummiband zusammen gebunden und dann zwischen die Zuschauer geworfen wird. Derjenige Zuschauer der das Tossed Out Deck fängt, darf es an der Kante durchriffeln, an einer beliebigen Stelle stoppen und sich dann die entsprechende Karte merken. Anschließend wird das Kartenspiel von diesem Zuschauer weiter zum nächsten Zuschauer geworfen, dieser merkt sich dann auch eine beliebige Karte daraus. Das Ganze geht so lange, bis sich fünf Zuschauer eine Karte gemerkt haben, danach geht das Kartenspiel wieder zum Zauberkünstler zurück. An dieser Stelle beginnt der eigentliche Effekt und gleichzeitig auch die Wahl der „Freiwilligen“. Dabei erklärt der Zauberkünstler, dass er nun fünf Kartenwerte nennen wird, dabei soll jeder der fünf Zuschauer, der seinen vorher gewählten Kartenwert hört, einfach aufstehen… Anschließend werden die fünf Kartenwerte genannt und alle fünf Zuschauer stehen da – das sind dann die Freiwilligen die per Zufall gewählt wurden und zudem noch bei einem Gedankenlese-Wunder mitgewirkt haben. Das Tossed Out Deck kann noch auf zahlreiche andere Arten verwendet werden… letztendlich ist entscheidend, dass die Vorführung vom Ablauf her schlüssig zur Situation...

Richtiges Sprechen Teil 3: Magie echt verstehen – Spannende Zaubergeschichte statt sinnloses Gestammel

am Mrz 19, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Wie wir schon gehört haben, wirkt Stimme nur, wenn sie verstanden wird. Auch in der Magie. Doch was hilft die deutlichste Aussprache, wenn plötzlich der Text weg ist? Wenn man sich nicht mehr daran erinnert, was auf der Tonspur als nächstes kommen sollte? Texthänger sind auf der Bühne ebenso fatal wie unverständliches Gebrabbel – denn in beiden Fällen kommt die magische Geschichte, das Abenteuer Zauber, nicht voll zur Geltung. Was also tun, um absolut textsicher zu werden?   Stufe I: Auswendiglernen – ob wir wollen oder nicht   Egal ob im Alltag oder im Beruf – ständig müssen wir uns Daten, Fakten und Zahlen merken. Das Problem dabei: Unser Gehirn ist eigentlich nicht dafür gemacht. Eigentlich will unser Gehirn darüber nachdenken, wie wir uns Nahrung beschaffen können und überleben. Nicht, welche Textzeilen und Zahlenkolonnen wir als nächstes brauchen. Auswendiglernen – nicht so das Ding unseres Gehirns. Daher müssen wir das immer wieder üben. Wiederholung ist das „Zauberwort“. Je öfter wir etwas wiederholen, desto mehr merkt unser Gehirn, dass dieser Text, diese Zahlenkombination wichtig ist. Es schafft Verknüpfungen – und merkt sich das Gelernte. Das heißt konkret: wiederholen, so oft wie möglich. Am besten lässt man es dabei langsam angehen. Jeden Tag 20 Minuten sind effektiver als einmal am Stück eine Stunde. Das Gelernte sollte am Anfang regelmäßig, also täglich, wiederholt werden. Will man es dauerhaft im Gedächtnis behalten, so muss es auch langfristig wiederholt werden. Die Pausen dazwischen können dann allerdings größer werden.   Stufe II: Üben mit allem Drum und Dran   Sobald der Text einigermaßen sitzt, kann „Stufe II“ in Kraft treten. Das heißt, nun sollte die Gesamtsituation betrachtet werden. Auf der Bühne wird nicht nur gesprochen, es wird auch gezaubert. Unser Gehirn muss nicht nur den Text abrufen können, sonder muss gleichzeitig in der Lage sein, die richtigen Handgriffe bzw. Zaubertricks, passend zum Text, abrufen zu können. Stichwort Multi-Tasking. Auch das will gelernt sein. Das bedeutet, Text und Handgriffe zu kombinieren. Dafür sollte ein bisschen Zeit eingeplant werden. Zur Vorbereitung kann man seine Textsicherheit nochmal mit Tricks wie Jonglieren und gleichzeitigem Text Aufsagen testen. Klappt das, sitzt der Text. Und dann geht es an die tatsächliche Routine. Am Besten auch hier in kleinen Einheiten üben und die Routine mit Text in regelmäßigen Abständen mal in Teilen, mal komplett durchexerzieren. So steht dem magischen Traum-Effekt nichts mehr im Weg. Und das Publikum wird begeistert sein! Denn so strahlen wir Sicherheit und Kompetenz aus. Wir können die Geschichte lebhaft,  spannend und emotional vortragen und sie so richtig auskosten. Das magische Abenteuer kann...

Richtiges Sprechen Teil 2: Die richtige Aussprache für zauberhafte Momente

am Feb 14, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Stimme wirkt – wenn sie verstanden wird. Eine nuschelige Aussprache hat schon so manchen Abend gekillt.  Mal wird eine witzige Pointe nicht verstanden, mal fällt ein spannender Hinweis der Aussprache zum Opfer. Und schwups, ist die magische Geschichte nur halb so interessant. Auch wenn die meiste Arbeit die Magie macht, ein bisschen Entertainment muss sein. Und dafür ist eine deutliche Aussprache extrem wichtig. So folgt nun die Lektion 2:   Dialekt oder Hochdeutsch?   Eine Frage, die die Gemüter mitunter stark erhitzt. Ein lokaler Anklang ist natürlich sympathisch, schafft Nähe und Vertrauen.  Allerdings nur, wenn der eigene Dialekt mit dem Lokalkolorit übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall können grobe sprachliche Hürden die Folge sein. Dialekt ist etwas Wunderbares, schafft allerdings auch Probleme. Daher empfiehlt es sich bei Bühnenshows auf Hochdeutsch zurückzugreifen. Man darf hören, woher Sie kommen, auf allzu regional geprägte Ausdrücke sollten Sie der allgemeinen Verständlichkeit halber jedoch verzichten. Zumindest wenn Sie möchten, dass Sie auch außerhalb Ihrer Ortsgrenzen noch ohne Schwierigkeiten verstanden werden.   Die Nuschel-Falle   Mal ist es die Aufregung, mal die Leidenschaft, die uns einzelne Buchstaben oder auch mal ganze Wörter verschlucken lässt. Nicht schlimm, solange es nicht dauernd passiert. Denn nuscheln schadet der Bühnenshow durchaus, lässt sie doch wichtige Satz-/Wortelemente verschwinden, die uns eigentlich helfen sollen, eine bestimmte Stimmung im Publikum aufzubauen. Daher sollten wir immer mal wieder daran arbeiten, unsere Aussprache so sauber wie möglich zu gestalten. Ein paar einfache Übungen können dabei schon Wunder wirken: Der berühmt-berüchtigte Korken Es ist kein Geheimnis mehr, aber nach wie vor wirksam: Man nehme einen alten Korken, klemme ihn zwischen die Lippen oder zwischen die Zähne, und versuche einen Text so sauber wie möglich zu lesen. Nach ein paar Übungseinheiten klappt das bald recht gut und die Aussprache wird insgesamt durch diese Übung automatisch immer deutlicher. Zungenbrecher als Show-Warm-Up Bevor es auf die Bühne geht, haben sich Zungenbrecher als Warmmacher bewährt. Einfach ein paar der widerspenstigen Wortspiele aufsagen, versuchen dabei keine Fehler zu machen,  und dann mit gelöster und aufgewärmter Zunge auf die Bühne. Auch damit wird die Aussprache um einiges klarer. Lautmalerei Nicht zuletzt hilft es auch, Worte mit ähnlichen Lauten aufzusagen – hintereinander. Z. B. Nachtisch-Nachttisch-Nachtlicht, oder Anstalt-anstatt-Altstadt. Suchen Sie sich derartige Beispiele zusammen und üben Sie immer wieder deren Aussprache. Das schärft die Aufmerksamkeit für einzelne Konsonanten und sorgt ebenfalls für eine bessere Aussprache. Nicht zuletzt gilt wie überall: üben, üben, üben. Schenken wir unserer Sprache regelmäßig etwas Aufmerksamkeit, werden sich schon nach kurzem erste hörbare Erfolge einstellen. Bleiben wir dran, wird es unsere Sprache immer wieder schaffen, großartige Emotionen und Stimmungen hervorzurufen und gute Geschichten abzuliefern. Also an die Korken, fertig,...

Richtiges Sprechen Teil 1: Tempolimit auf der Bühne

am Jan 27, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

Stimme wirkt, Stimme macht Stimmung, Stimme schafft Abenteuer. Ob auf der Bühne oder privat: Stimme ist Kommunikation pur. Sie schafft Spannung, Witz, sorgt für Gänsehaut und emotionale Momente. Stimme ist das A und O. Gerade auf Bühnen, bei Shows, ist die Stimme ein zentrales Element. Sie schafft Raum für intensive magische Erlebnisse. Umso wichtiger ist es, sie gekonnt einzusetzen. Lektion 1: Das Sprechtempo:   Gas geben, aber Tempolimits beachten!   Mit unserer Stimme verfolgen wir ein Gesamtziel. Wir wollen auf der Bühne unterhalten, den Zuschauer in unsere Welt einlullen. Das erreichen wir am besten mit einem abwechslungsreichen, vielfältigen Sprechtempo. Langsame Passagen sind genauso notwendig wie rasch gesprochene Einheiten. Eine gute Mischung aus Schneckentempo und Affenzahn hält die Zuschauer bei Laune und baut Sprachwelten auf, die Lust machen, darin zu verweilen. Eine gesunde Mischung aus Zeitraffer und Zeitlupe. Wer allein darauf setzt, durch bewusst langsames Sprechen sehr deutlich und gewählt zu klingen, nimmt einer Geschichte jegliche Dynamik, lässt kaum Spannung und damit keinerlei Stimmung aufkommen. Wie so oft muss es ein gesunder Mix sein. Viele Informationen in kurzer Zeit übermitteln – das geschieht meist durch ein erhöhtes Tempo. Überfordert viele Zuschauer aber langfristig. Genauso überfordert werden sie jedoch durch ein zu langsames Tempo. Es verlangt den Zuschauern viel Aufmerksamkeit ab. Was schnell ermüdend wirkt. Und ebenfalls auf lange Sicht nicht zum Ziel führt. Bei beiden Varianten schalten die Zuschauer irgendwann ab, gehen auf Abstand und schalten gefühlsmäßig auf Abwehr. Sie haben nicht das Gefühl, unterhalten zu werden, da sie sich viel zu sehr konzentrieren müssen. Daher ist ein Tempowechsel notwendig. Bringen Sie Leben in Ihre Erzählungen, in dem Sie mit dem Tempo spielen, werden Sie kreativ und denken Sie immer daran, wie Sie gerne unterhalten werden, welches Tempo Ihnen gefällt, mit welchem Tempo Sie sich wohlfühlen. Machen Sie Testaufnahmen von Ihren Erzählungen, prüfen Sie, was in Ihren Ohren spannend und abwechslungsreich klingt und überprüfen Sie, ob Sie sich jederzeit folgen können. Haben Sie alles verstanden? Haben Sie aufmerksam zugehört? Fanden Sie es unterhaltsam? Wenn Sie selbst nicht ganz zufrieden sind, könnte es sein, dass auch Ihr Publikum später bei der ein oder anderen Passage Schwierigkeiten hat. Wie so oft macht Übung den Meister. Experimentieren Sie und Sie werden feststellen, welche Dynamik und Intensität die eigene Stimme entwickeln kann – rein durch die Kraft des...

Bicycle Spielkarten – die Marke mit Tradition

am Jan 26, 2017 in Wissenswertes

Bicycle Spielkarten sind die bekanntesten Karten auf der Welt. Das Wort „Bicycle“ bezieht sich auf das Rückenmuster, in dem je nach Ausführung entweder Fahrrad fahrende Engel oder Speichenräder abgebildet sind. Es gibt die unterschiedlichsten Ausführungen von Bicycle Karten, zunächst unterscheidet man Bridge- und Poker-Format. Die Bridge Karten sind etwas schmäler als die Pokerkarten und spielen eine eher untergeordnete Rolle. Bicycle Karten sind meist im Pokerformat. Die vielseitigsten Unterschiede gibt es im Design – es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und mit den unterschiedlichsten Aufdrucken. Die meistverkauftesten Karten der Welt und somit das Standard-Kartenspiel schlechthin sind die so genannten Bicycle Poker 808 Cards. Die Zahl „808“ ist Bezeichnung für die Standard-Ausführung im Pokerformat (52 Karten + zwei Joker) mit normalen Indexen. Bicycle Spielkarten haben eine lange Tradition, die ersten wurden 1887 produziert. Damals war das Fahrrad frisch erfunden worden und es verbreitete sich schnell in der Bevölkerung. Dann entschied sich die Firma „Russel & Morgan Co.“ (damals Vorgänger der heutigen U.S. Playing Card Co.) ein Kartenspiel in höchst möglicher Qualität aus dem besten Papier und mit idealer Oberfläche zu produzieren. Man suchte sowohl nach einem Namen als auch nach einem Design für die Rückseite der Karten und befragte dazu die Mitarbeiter. Ein Mitarbeiter (Drucker) machte den Vorschlag mit den Fahrrädern, dies sorgte sofort für Begeisterung. Die Karten wurden dann „Bicycle“ (engl. für Fahrrad) genannt. Auch heute noch gibt es die Bicycle Cards und voraussichtlich wird es sie auch in mehreren hundert Jahren noch geben. Zwar hat sich das Kartendesign inzwischen mehrmals verändert, aber trotzdem sind die Karten auf eine Art unverkennbar geblieben. Heute sieht man auf der Rückseite der Bicycle Spielkarten zwei Fahrrad fahrende Engel sowie ein verschnörkeltes Muster. In jeder Ecke ist ebenfalls jeweils ein Engel abgebildet. Auf den beiden Jokern ist auch ein Fahrradfahrer (der Joker selbst) abgedruckt. Fast überall gibt es die Bicycles – bei SteMaRo-Magic.de finden Sie die preiswertesten Bicycle Poker 808 Spielkarten überhaupt, billiger gibt es die Karten nirgendwo. Noch immer steht der Name „Bicycle“ für hochwertige Spielkarten aus bestem Papier und mit hochwertigem Oberflächenfinish. Bicycle 808 Spielkarten sind die beliebtesten Spielkarten der ganzen Welt! Die zahlreichen Abwandlungen wie zum Beispiel das Ghost Deck oder das Black Tiger Deck haben die Marke noch bekannter und berühmter gemacht. Als Zauberkünstler kommt man um diese Karten nicht mehr...

Theorie-Workshop: Wie man Zaubertricks und Zauberkunst richtig übt

am Jan 19, 2017 in Tipps & Tricks, Wissenswertes

In der Zauberkunst gilt dieselbe Regel wie in allen anderen Kunstformen auch: „Übung macht den Meister“. Ein Zauberkünstler kann nur leider nicht genauso üben wie jemand, der ein Instrument spielt, da er in der Regel häufig mit seinem Publikum interagiert. Das lässt sich alleine natürlich schlecht üben und stellt Einsteiger häufig vor Probleme. Denn nur weil ein Kunststück vor dem Spiegel super klappt, heißt das noch lange nicht, dass es bei menschlichem Publikum funktioniert und gut ankommt. Aber wie übt man schließlich richtig? Man kann ja schlecht aus Fehlern lernen, wenn man sich dafür jedes Mal beim Publikum blamieren muss. Wir stellen Ihnen fünf einfache Schritte vor, in denen Sie Ihre Routine nach und nach perfektionieren können.   Schritt 1: Tricktechnik und Skript   Zuerst müssen Sie sich ihr Kunststück natürlich gut einprägen und stets wissen, welcher Griff als nächstes kommt. Dasselbe gilt für Ihre Präsentation bzw. für das Skript. Üben Sie die Griffe und Ihren Vortrag solange, bis Sie den Effekt ohne Unterbrechungen und technische Mängel für sich selber vorführen können.   Schritt 2: Zaubern für den Spiegel   Der Spiegel sollte Ihr erster Zuschauer sein. Versuchen Sie, Ihr neues Kunststück samt Skript für Ihren Spiegel vorzuführen. Das ist am Anfang vielleicht ein komisches Gefühl, hilft aber enorm, Routine in die Techniken und in das Skript zu bringen. Achten Sie dabei genau auf Ihre Griffe. Führe ich sie flüssig aus? Sieht man etwas blitzen? Sieht etwas unnatürlich aus? Auch Ihre Gestik und Mimik lässt sich durch regelmäßiges Üben vor dem Spiegel schnell verbessern.   Schritt 3: Zaubern für die Kamera   Ihr Spiegel ist ein tolles Tool zum Üben, sagt Ihnen aber tatsächlich nicht immer die Wahrheit. Denn unterbewusst sieht man an kritischen Momenten ab und zu weg, beispielsweise bei einem schwierigen Griff. So sieht das Kunststück vielleicht im Spiegel gut aus, in der Realität kann das jedoch ganz anders aussehen. Deswegen ist es immer gut, seine Darbietung mit einer Videokamera aufzunehmen. Die Kameramethode bietet gegenüber dem Spiegel zudem den Vorteil, dass Sie sich voll und ganz auf Ihr Kunststück konzentrieren können und nicht gleichzeitig im Spiegel nachprüfen müssen. Sehen Sie sich die Aufnahme an und notieren sich mögliche Ungereimtheiten. Das wiederholen Sie solange, bis sie mehrere tadellose Vorführungen eines Kunststückes auf Band haben.   Schritt 4: Das erste Mal vor Publikum   Das ist sicherlich der größte und schwierigste Schritt, den man als Zauberkünstler beim Übungsprozess antreten muss: Die eingeübte Routine das erste Mal vor menschlichem Publikum zu zeigen. Doch auch hierfür gibt es eine ganz simple Lösung. Suchen Sie sich drei vertraute Personen aus Ihrem Freundeskreis oder Ihrer Familie. Diese weihen Sie dann in das Übungsformat ein, so müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn etwas schief gehen sollte. Ihre vertrauten Zuschauer sollten Ihnen zudem ehrliches Feedback zur Darbietung geben, so können Sie es für fremdes Publikum optimieren. Wichtig ist, dass Sie nicht für nur eine Person zaubern, denn man muss lernen, das Kunststück für mehrere Personen gleichzeitig und für verschiedene Zuschauertypen vorzuführen.   Schritt 5: Die Feuertaufe   Im letzten Schritt wird das Kunststück im Härtetest unter die Probe gestellt. Sie führen es so oft wie möglich vor verschiedenen Zuschauergruppen vor, die nicht für Ihre Darbietung bezahlen. Das ist ganz wichtig, denn dieser Schritt gilt als Generalprobe für das Kunststück. Wenn hier noch etwas schief geht, ist es nicht weiter dramatisch. In einer bezahlten Vorführung auf einem gebuchten Auftritt ist das schon deutlich unangenehmer. Deswegen ist es sehr wichtig, diesen Schritt noch einmal durchzugehen, bevor Sie das Kunststück auf einem Auftritt ausprobieren. Hier zeigt sich auch die Praxistauglichkeit der Routine: Wie lange ist die Vorbereitung? Ist der Trick winkelsicher? Wie lange dauert der Reset? Mit jeder Performance werden sie vertrauter mit dem Effekt und sind so optimal auf zahlendes Publikum vorbereitet.   Abschließende Bemerkungen   Diese fünf Schritte sind ein mögliches Grundgerüst, mit dem man sein Repertoire als Zauberkünstler verfeinern kann. Doch natürlich lernt jeder anders und so kann auch dieses System abgewandelt und an die eigenen Präferenzen angepasst werden. Wer Kontakt zu professionellen Zauberkünstlern hat, sollte diese auf jeden Fall um Ratschlag bitten, denn diese können Ihnen aufgrund Ihrer Erfahrung mit Sicherheit ein paar nützliche Tipps zum Üben geben. Jame D. Grant beschreibt in seinem Buch „The Approach“ sein tolles Konzept „Magic Friday“, mit dessen Hilfe Sie schnellstmöglich Erfolg beim Üben einer Routine erzielen können – sehr lesenswert und in Kürze im SteMaRo-Magic Zaubershop...