Geldscheine selber drucken – natürlich nur ein Zaubertrick!

Von am Apr 30, 2010 in Wissenswertes

Manuel Seidl Share On GoogleShare On FacebookShare On Twitter

Die Zauberei mit Geld, insbesondere mit Geldscheinen kommt bei den Zuschauern i.d.R. immer gut an – ein Grund hierfür ist, neben dem eigentlichen Effekt, oftmals die Tatsache, dass ein vertrauter Gegenstand verwendet wird. Nahezu jeder Zuschauer hält schließlich Tag für Tag selbst Geldscheine in der Hand (im Gegensatz zu Spielkarten).

So wundert es nicht, dass bei Tricks mit Geldscheinen für Gewöhnlich zunächst niemand von einer Präparation am Geldschein ausgeht und genau das macht die Zauberei mit Geldscheinen sehr interessant, sowohl für Zuschauer als auch für Zauberkünstler.

Die Möglichkeiten der Zauberei mit Geldscheinen sind vielfältig; von der Verwandlung in einen anderen Geldschein (Bill Switch) über das Zerreißen und wieder restaurieren (Torn an Restored) bis hin zum “magischen Drucken” ist alles möglich. Dabei übt das “Drucken” von Geldscheinen auf die Zuschauer erfahrungsgemäß einen ganz besonderen Reiz aus, denn das ist schließlich etwas, was jeder einzelne aus dem Publikum gerne können wurde.

Ein Bestseller-Zaubertrick in dem Bereich des Geld-Druckens ist der Effekt “Money Print Deluxe“, hierbei handelt es sich um einen raffiniertes Set bestehend aus einem Zettelblock mit einer aufklappbaren Hülle und einer Drucker-Platte. Im Laufe der Vorführung wird dabei zunächst der Zettelblock mit all seinen leeren Blättern gezeigt. Danach wird die Druckerplatte präsentiert – beidseitig natürlich. Anschließend wird die Druckerplatte in die Hülle des Zettelblockes eingelegt und das magische Drucken beginnt. Zum Schluss wird der Zettelblock aufgeklappt, dort hängt nun an oberster Stelle ein echter 20-Euro-Geldschein, welcher dann vom Block abgerissen und zum Bezahlen verwendet werden kann.

Da dieser Zaubertrick schnell und ohne große Vorbereitung funktioniert und zudem noch echtes Geld im Spiel ist, ist der Erfolg praktisch vorprogrammiert – natürlich sollte das Timing und die Art der Vorführung passend sein, aber das ist nach ein wenig Übung sowieso kein Problem mehr.

Früher wurde dieser Effekt mit einer Druckplatte aus Kunststoff gefertigt, damals war dieser Artikel unter dem Namen “Money Print 2″ erhältlich. Die Kunststoff-Druckplatte brachte allerdings ein erhebliches Problem mit sich, denn die Platte verformte sich mit der Zeit um den Bruchteil eines Millimeters – das klingt nach wenig, ist aber in der Praxis der Trickvorführung sehr hinderlich. Unter ungünstigen Umständen kann es die überzeugende Vorführung sogar unmöglich machen.

Daher wurde dieser Artikel verbessert und mit einer Druckplatte aus Aluminium versehen. Das oben genannte Problem mit der Verformung der Druckplatte ist damit behoben und zusätzlich sieht die Druckplatte noch viel besser und realistischer aus. Die verbesserte Version läuft seither unter dem Namen “Money Print Deluxe”.

Die alte Version “Money Print 2″ ist daher mittlerweile fast völlig aus dem Handel verschwunden, vereinzelt findet man allerdings noch Restbestände. Daher sollte man beim Kauf speziell darauf achten, die Version “Money Print Deluxe” zu erhalten – also diejenige mit der Metall-Druckplatte.

Eine tolle Einsatzmöglichkeit für den Money Print Deluxe ist zum Beispiel das Bezahlen in der Kneipe oder im Restaurant. Hierbei sollte man allerdings nicht übertreiben – also nicht das Geld vor den Augen des Kellners drucken und dann damit bezahlen, denn vermutlich wird der Kellner diese Art von  Humor unter diesen Umständen nicht verstehen und den Geldschein nicht annehmen. Besser ist es, das Geld im Vorfeld zu drucken, natürlich vor den Augen der Freunde die mit am Tisch sitzen. Das “gedruckte Geld” wird dann auf dem Tisch abgelegt, bis der Kellner zum Kassieren kommt… so läuft man nicht Gefahr, den Zaubertrick zu vermasseln.